Zu Besuch bei der Obdachlosenhilfe

DANIELS BLOG: Kaum verlässt man das Haus, will man am liebsten wieder rein. Ich habe das Gefühl, momentan die kältesten Tage des Jahres in Aachen zu erleben. Minus 5, minus 10, ja sogar gefühlt minus 20 Grad scheint die Außentemperatur zu betragen. Und dann kommt noch der kalte peitschende Wind dazu.

Das beruhigende an der Sache. Wenn ich meine Wohnung verlassen habe, weiss ich, dass ich irgendwann wieder zurück kommen werde in mein kuscheliges Heim. Doch es gibt Menschen, denen es nicht so geht. Obdachlose die tagein tagaus in den eisigen Temperaturen leben und somit einem möglichen Gefriertod ausgesetzt sind. In Deutschland gibt es mehr als 50.000 Obdachlose, in Aachen sind es ca. 300 wie mir Martina Göbels vom Verein „Euregio Aachen hilft“ berichtet.

Sie engagiert sich ehrenamtlich für diese Menschen und hat mit 20 weiteren freiwilligen Helfern in den letzten Tagen etwas ganz tolles auf die Beine gestellt. Eine Unterkunft für Obdachlose und sogar deren Hunde.

Diese Unterkunft befindet sich auf der Jülicher Straße in Aachen. In den ehemaligen Räumen einer Textilfirma hat Frau Göbels und der Verein „Euregio-Aachen-hilft“ mit der Unterstützung von  Frau Meike Thüllen Räumlichkeiten für Wohnungs- und Obdachlose erhalten.

Nun stehen in der beheizten Halle ca. 20 Bundeswehr Feldbetten, ein Tisch und sehr viel gespendete Lebensmittel und Kleider. „Wir brauchen keine Geld- sondern Sachspenden“ ist die Aussage von Frau Göbels, die begeistert von Ihrem Projekt erzählt.

Sie und viele weitere Ehrenamtler arbeiten oft bis tief in die Nacht und sind aktuell eine der Anlaufstellen für Obdachlose, die vor dem kalten Winter Zuflucht suchen.

Wer keine Lust mehr auf diese Minus Temperaturen in Aachen hat, kann gerne mal zu bei „Euregio Aachen hilft“ auf der Jülicherstrasse 306 vorbeischauen. Das Klima dort ist sehr herzlich und warm und die Ehrenamtler und Obdachlosen freuen sich bereits über Kleinigkeiten die man gerne mitbringen darf.