Predator - Upgrade. Nicht alles Gute kommt von oben

Peven Steelbergs Kinoblog der Woche: Nach dreißig Jahren und vier Fortsetzungen kommt am 14. September 2018das langerwartete Franchise-Reboot Predator - Upgrade in die deutschen Kinos. Regie führt diesmal ein Veteran der Saga, der Schauspieler und Regisseur Shane Black. Black, der im ersten Predator-Movie die Rolle des knallharten Soldaten Hawkins innehatte, drückt Predator-Upgrade seinen ganz eigenen Stempel auf und würzt den Action-Horror-Streifen mit einer Menge Scifi und einem Funken Humor.

Die Geschichte von Predator-Upgrade beginnt im selben Universum wie schon der Kassenschlager aus dem Jahre 1987. Und wie schon im ersten Teil von Predator kommt auch in dieser Fortsetzung nicht alles Gute vom Himmel. Eine neue, genetisch wesentlich stärkere und hinterlistige Art von Predators macht sich auf, die menschliche Spezies aus dem Universum zu tilgen. Das alles getriggert durch den Spieltrieb des kleinen Rory McKenna (Jacob Themblay), der an Halloween eine Box mit alten Erinnerungsstücken seiner Familie öffnet. 

Doch zum Glück gibt es ein waghalsiges Team, das den Jägern gewachsen ist. Part davon ist Veteran Quinn Mckenna, der von Boyd Holbrook gespielt wird. Der Ex-Army Ranger (und Vater von Rory) ist vor der Regierung in Ungnade gefallen. Seine frühen Warnungen über mutierte Super-DNS von galaktischen Jägern blieben unbeachtet und wurden von oberster Stelle als Spinnerei verbucht. Doch mit Realisierung der Gefahr wird der Außenseiter plötzlich zum Helden. Zur Elitegruppe tritt außerdem Spaßvogel Coyle hinzu. Der Charakter wird von niemand Geringerem als dem Comedy-Superstar Keegan-Michael Key zum Leben erweckt. Seine markigen Sprüche und Stunteinlagen verleihen Predator-Upgrade, der ab 14. September 2018die Kinosäle mit brennender Luft schwängert, den runden Schliff.

Wie schon die vorherigen Teile der Predator-Reihe zeigt Predator-Upgrade, dass die Muskeln nicht funktionieren, wenn das Gehirn Achterbahn fährt. Aus diesem Grund hat Shane Black die richtige Entscheidung getroffen und die Rolle des Wissenschaftlers Traeger dem US-Serienliebling Michael K. Sterling anvertraut. Das bedachte Handeln und die ruhige, kontrollierte Ausstrahlung eines Kopfarbeiters wie Traeger, bringt Sterling absolut authentisch an den Zuschauer. Der Cast wird durch Olivia Munn abgerundet. Die weibliche Hauptrolle der Casey Bracket macht eines besonders deutlich: Weltrettung ohne weibliche Beteiligung ist heutzutage weder möglich noch gewollt.

Predator-Upgrade bringt nicht nur spektakuläre Special Effects und mitreißenden Action auf die Leinwand, sondern kommt mit einer Botschaft. Regisseur Shane Black zeigt, dass der Mensch eine überlegene Spezies nur dann besiegen kann, wenn alle gemeinsam anpacken. Dabei ist es ganz egal, welchen kulturellen oder sozialen Background der Einzelne hat. Am Ende entscheidet das Teamwork, Anpack-Mentalität und die Intelligenz über den Fortbestand der Menschheit. 

Predator-Upgrade bietet eine tolle Mischung aus Abenteuer, Horror und Humor. Das Franchise-Reboot schockiert mit einem noch furchteinflößenderen Predator, der die Menschen vor völlig neue Herausforderungen stellt.

Euer Peven Steelberg

Mehr zum Thema Programm