Bad Spies: Spioninnen die durch Europa hetzen

Peven Steelbergs Kinoblog der Woche: Meine Neugierde auf den Film "Bad Spies" wurde durch einen kleinen Artikel im Magazin "Der Spiegel" geweckt. Vor ein paar Jahren wäre so ein Film in Hollywood nicht möglich gewesen, hieß es dort - 2 weibliche Hauptdarsteller in einer Agentenkomödie ging gar nicht. Ok, sollte der Film mehr Tiefgang haben als die Inhaltsangabe vermuten lässt? Ein Beitrag zur Emanzipation der Frau in Hollywood? Leider nicht...

Die zwei Hauptdarstellerinnen (Mila Kunis und Kate McKinnon) sind nicht die hellsten Leuchten auf dem Kronleuchter. Das erhöht den Unterhaltungswert des Films, aber für die Emanzipationsdebatte ist es eher kontraproduktiv: "Schön und blöd" ist hier das Motto. Also lassen wir das weg und konzentrieren uns auf den Film. Der Inhalt ist schnell erzählt: Zwei Mädels mit einem eher langweiligen durchschnittlichen Leben geraten in einen Spionagefall, reisen durch Europa und erleben viele Abenteuer. Der Film besteht aus Actionszenen, Slapstik und vielen flotten Sprüchen. Popcornkino par exellence! Neben den beiden hübschen Hauptdarstellerinnen sind auch die Schauplätze schön anzusehen. Die europäischen Hauptstädte zeigen sich von der besten Seite. Selbst Berlin kommt als Schauplatz vor. Während die Actionsszenen Durchschnittsware sind (die üblichen Verfolgungsjagden, Prügeleien usw.),  hatte der Drehbuchschreiber bei den Gags ein paar richtig gute Einfälle. Ich sage nur "Lippenstift" um nicht zuviel zu verraten.

 

 

"Bad Spies" ist leichte Unterhaltung. An einigen Stellen fehlt es an der Logik, aber das kommt in den besten Agentenfilmen genauso vor. Die Parodie auf das Genre ist gelungen. Seitenhiebe auf Trump gibt es auch zur Genüge. 

Also wenn Ihr das Ganze nicht so ernst nimmt, 2 schöne erholsame Stunden im Kino verbringen möchtet, ist "Bad Spies" die richtige Wahl! 

 

 

 

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