Hambach

Nach Rodungsstopp gehen die Proteste weiter

Zahlreiche Umweltaktivisten besetzten mit Protestplakaten einen Bagger im Tagebau Hambach.

Unterdessen haben in Keyenberg hunderte Menschen an dem Protest-Spaziergang teilgenommen. An dem Spaziergang haben sich auch RWE-Beschäftigte beteiligt. Sie werfen den Braunkohlegegnern vor, ihre Jobs zu vernichten. "Die Unsicherheit bei den Beschäftigten ist sehr groß", erklärte ein RWE-Mitarbeiter.

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RWE möchte Tagebau am Hambacher Forst offenbar verlangsamen

Der Energiekonzern RWE plant offenbar, die Braunkohleförderung im Tagebau am Hambacher Forst zu verlangsamen.

Der Spiegel berichtet, dass RWE dort rund ein Drittel weniger Braunkohle fördern könnte. Dadurch sei der Abbau in Hambach noch etwa ein weiteres Jahr möglich - ohne Rodungen im Hambacher Wald. Mit Auswirkungen auf Arbeitsplätze im Tagebau rechnet RWE demnach nicht. Das Ganze ist eine Folge der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster, das ja am Freitag einen Rodungsstopp beschlossen hatte für den Hambacher Forst. mehr...

Polizei zieht sich aus dem Hambacher Forst zurück

Wochenlang ist die Polizei im Einsatz im Hambacher Forst gewesen. Für heute ist der Abzug der Polizisten geplant.

Das hat NRW-Innenminister Reul am Sonntag angekündigt.Mit der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster sei die Rodung mindestens für die kommenden zwei Jahre vom Tisch, hat Reul gesagt. Es sei an der Zeit, dass im Wald Ruhe einkehre. Umweltschützer rief er dazu auf, keine neuen Baumhäuser zu bauen. Damit haben Aktivisten aber schon am Wochenende wieder angefangen. mehr...

Zehntausende demonstrieren gegen Braunkohle

Wie viele Teilnehmer es waren, darüber gehen die Angaben auseinander. Die Veranstalter sprechen von 50.000 Menschen, die Polizei von bis zu 30.000.

Es herrschte Festivalstimmung am Hambacher Forst und am Abend zog die Polizei die Bilanz, dass der Tag aus ihrer Sicht friedlich und störungsfrei verlaufen ist. Die Anreise sorgte allerdings für Verkehrsbehinderungen, die Autobahnabfahrt Merzenich und das Kerpener Kreuz in Fahrtrichtung Aachen waren zeitweise gesperrt. Auf der Autobahn 4 gab es einen Rückstau von mindestens zehn Kilometern.

Still wird es wohl nicht so schnell werden um den Hambacher Forst. Die Aktivistengruppe Ende Gelände rief gestern dazu mehr...

Großdemo am Hambacher Forst

Demonstranten aus ganz Deutschland haben sich heute am Hambacher Forst versammelt - zu einer Großdemo.

Mit bis zu 20 000 Menschen hatten die Veranstalter vorab gerechnet. Umweltverbände hatten zu der Demo gegen Braunkohle und für den Klimaschutz aufgerufen. Die Lage rund um das Thema Hambacher Forst ist seit gestern eine andere: Ein Gericht hatte die von RWE geplante Rodung gestern vorläufig gestoppt. Das wird von den Umweltschützern als wichtiger Etappensieg gewertet. Die Stimmung bei der Demo wurde als entspannt beschrieben - auf der Kundgebung gab es Konzerte, wie von der Band Revolverheld.

Die Veranstalter haben im Laufe des Nachmittags gesagt, dass mehr...

Gericht stoppt Rodung im Hambacher Forst

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die geplante Rodung von RWE im Wald vorerst gestoppt.

Die Details: der BUND hatte einen Eilantrag gestellt – die Bechsteinfledermaus im Wald müsse geschützt werden. Das Gericht hat jetzt erklärt, das Thema sei zu komplex, um das in einem Eilverfahren zu klären. Deshalb dürfe RWE jetzt nicht mehr roden, damit keine vollendeten Tatsachen geschaffen würden. RWE will in den nächsten Monaten gut die Hälfte des verbliebenen Waldes abholzen – das darf das Unternehmen nach der aktuellen Gerichtsentscheidung erstmal nicht. Der BUND freut sich sehr über die Entscheidung, will an der für morgen geplanten Demo aber trotzdem festhalten mehr...

Großdemo im Hambacher Forst noch ohne Standort

Am Samstag, also schon übermorgen, soll es eine neue Großdemonstration gegen die Rodungen im Hambacher Forst geben, aber noch immer ist nicht klar, wo sie stattfinden wird.

Die Organisatoren suchen nämlich noch an einem Kundgebungsort. Weder der Energiekonzern RWE, dem der Wald gehört, noch lokale Landwirte wollen dafür Flächen zur Verfügung stellen. Die Umweltschützer vom BUND versichern aber: Die Veranstaltung wird auf jeden Fall stattfinden – notfalls auf der alten Trasse der A4, denn das ist öffentliches Gelände. Zu der Kundgebung am Samstag werden mehr als 20.000 Menschen erwartet. mehr...

Fronten im Hambacher Forst bleiben verhärtet

RWE sieht keinen Spielraum für Kompromisse.

"Eine Lösung, bei der ein Teil des Forsts stehen bleibe, sei technisch unmöglich. Es gibt keine Chance, den Wald stehen zu lassen", sagte RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz. Unterdessen ist die Räumung der Baumhäuser gestern weiter vorangeschritten. mehr...

Trotz Regen kommen Tausende zur Demo

Am Hambacher Forst haben am Sonntag mehrere tausend Menschen gegen die Räumung und die geplante Rodung des Waldgebiets demonstriert.

Der Veranstalter sprach von rund 7000 Teilnehmern, die Polizei wollte sich auf keine Zahl festlegen. Eine Demo durch den Wald hatte die Polizei verboten - sie einigte sich aber mit dem Veranstalter auf einen Demonstrationszug außerhalb des Waldstücks. Die sogenannten Waldspaziergänge finden regelmäßig an Sonntagen statt. mehr...

Unterschriftenübergabe und Demo für den Hambacher Forst

Mehr als eine halbe Million Unterschriften zum Erhalt des Hambacher Forstes haben Umweltschützer an die Landesregierung übergeben.

Umweltministerin Heinen-Esser nahm die online von BUND, Campact und Greenpeace gesammelten Unterschriften am Morgen vor dem Landtag entgegen.

Die Räumung im Hambacher Forst ist nach dem tödlichen Sturz des Journalisten gestern Abend erst einmal ausgesetzt worden. Innenminister Reul appellierte an die Braunkohlegegner, die Baumhäuser freiwillig aufzugeben und den Wald zu verlassen, damit es nicht zu noch mehr Unfällen komme.

Umweltschützer haben heute abend in Aachen zu einer Demo für den sofortigen Ausstieg aus der mehr...