Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Keine Mordanklage nach illegalem Autorennen

Zwei Männer kommen im sogenannten Mönchengladbacher Raserfall demnächst vor Gericht.

Die Angeklagten sollen sich im vergangenen Sommer spontan ein illegales Autorennen geliefert haben. Dabei wurde ein Fußgänger angefahren und so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später starb. Die Staatsanwaltschaft wollte einen der beiden deshalb wegen Mordes anklagen. Das Gericht bewertet das aber anders, er wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. mehr...

Mann verteilt Rohrreiniger auf Spielplätzen und wird verurteilt

Vor dem Aachener Landgericht ist der Prozess gegen einen Mann zu Ende gegangen, der in Aachen Rohrreiniger auf Spielplätze gekippt hatte.

Er muss in die Psychiatrie. Der Mann hat zugegeben, im vergangenen Sommer ätzendes Granulat auf Spielplätzen in Aachen verteilt zu haben. Mehrere Kinder wurden dadurch verletzt. Die Richter gingen davon aus, dass er gefährlich ist - er habe sich in seinen Wahnvorstellungen von kleinen Kindern bedroht gefühlt und sei schuldunfähig. mehr...

Mann in Verpackungsfolie eingewickelt: Hohe Haftstrafen für Täter

Vor dem Aachener Landgericht ist ein kurioser Gerichtsprozess zu Ende gegangen.

Zwei Männer müssen für jeweils 6 Jahre und 10 Monate ins Gefängnis. Ein junger Mann aus Düren soll ihnen Geld geschuldet haben. Als er das nicht zahlte, sollen die Täter ihn geschlagen und dann in durchsichtige Verpackungsfolie eingewickelt und ihn weiter gedemütigt haben. mehr...

Prozess um Rohrreiniger auf Spielplätzen beginnt

Auf Spiel- und Grillplätzen in Aachen hatte ein Mann im vorigen Sommer ätzende Rohrreiniger-Kügelchen verstreut.

Mehrere Kinder verletzten sich. Mit Bildern einer Überwachungskamera wurde nach dem Mann schließlich erfolgreich gefahndet. Er gilt als schuldunfähig. Vor dem Landgericht Aachen geht es nur darum, ob er dauerhaft in die Psychiatrie muss. Bei der polizeilichen Vernehmung hatte er gesagt, der Lärm der spielenden Kinder hätte ihn genervt. mehr...

Streit mit Schüssen ausgetragen

Vor dem Landgericht Aachen muss sich von Montagmorgen an ein Mann wegen eines eskalierten Streits mit Nachbarn verantworten.

Bei dem Streit um Partylärm in Aachen soll der Angeklagte eine halbautomatische Waffe geholt und den Nachbarn und einen weiteren Mann in die Beine geschossen haben. Vorgeworfen wird ihm gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz. mehr...

Prozess um Mordfall in Bulgarien endet mit Freispruch

Die Witwe eines ermordeten Mannes aus Eschweiler ist heute vor dem Aachener Landgericht freigesprochen worden.

Die Frau war unter Verdacht geraten, von den Plänen, ihren Mann zu töten gewusst oder sogar dazu angestiftet zu haben. Das konnte ihr aber nicht nachgewiesen werden. Ihr Mann wurde 2015 während eines Urlaubs in Bulgarien erschlagen. Danach wurde der Geliebte der Frau festgenommen – und wegen des Mordes bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. mehr...

Dürener Krankenhaus muss kein Geld zurückzahlen

Jahrelang hatte ein falscher Arzt in einem Krankenhaus in Düren Patienten operiert – 2016 wurde er dafür verurteilt. Seine Operationen hatte das Krankenhaus mit den Krankenkassen abgerechnet.

Die wollten das Geld jetzt zurückhaben, sind damit aber gescheitert. Das Sozialgericht entschied, dass das Krankenhaus beim Abrechnen nichts falsch gemacht habe. mehr...

Anwalt kritisiert lange Haftstrafe für Kinderschänder Marc Dutroux

Marc Dutroux ist wohl der bekannteste Kinderschänder, den es im 100'5-Revier je gab. Er sitzt lebenslang im Gefängnis. Sein ehemaliger Anwalt hat ein Buch geschrieben. Und das sorgt für Gesprächsstoff.

Der Anwalt schreibt, dass lebenslange Haft soetwas wie eine lebenslange Todesstrafe sei. Als Beispiel nennt er Marc Dutroux und beschreibt den schlechten körperlichen und seelischen Zustand seines Klienten. Der Anwalt ist der Meinung: Mehr als 25 Jahre Gefängnis dürfe es nicht geben. Viele dürften das anders sehen. mehr...

Prozess um gesprengte Geldautomaten beginnt

Vor zwei Jahren hat eine Serie von Geldautomaten-Sprengungen im 100'5-Revier – und auch darüber hinaus – für Aufregung gesorgt. Ab heute muss sich einer der mutmaßlichen Täter vor dem Aachener Landgericht verantworten.

Er soll zwischen Februar und Mai 2016 an der Sprengung von 17 Geldautomaten beteiligt gewesen sein – unter anderem in Heinsberg-Dremmen, Erkelenz-Keyenberg, Baesweiler-Beggendorf, Selfkant-Süsterseel, Waldfeucht, Übach-Palenberg-Scherpenseel, Linnich, Mönchengladbach-Wickrath und Viersen-Dülken. Nur in sechs Fällen konnte die Bande auch Beute machen – insgesamt 660.000 Euro.

Ein weiterer Täter ist der Polizei bekannt, aber noch auf der mehr...

Gastronom zahlt an wohltätige Einrichtungen

Der Prozess um den Tod eines irakischen Flüchtlingsjungen am Blausteinsee ist gegen Auflagen eingestellt worden. Der angeklagte Gastronom aus Eschweiler zahlt 5.000 Euro an wohltätige Einrichtungen.

Im September 2015 war ein 3-Jähriger bei einem Willkommensfest auf der Restaurantterrasse von einem umgekippten Blumenkübel tödlich verletzt worden. Davor soll es schon ähnliche Vorfälle gegeben haben, die aber glimpflich ausgingen. Der angeklagte Restaurantbesitzer behauptete, er habe von den Problemen nichts gewusst und das Gericht glaubte ihm. mehr...