Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Fingernägel zu lang für Arbeit im Seniorenheim: Pflegehelferin verliert vor Gericht in Heinsberg

Zu lange und gestylte Fingernägel - darum ging es heute vor dem Arbeitsgericht in Heinsberg.

Eine Pflegehelferin eines Seniorenheims hatte geklagt, gegen eine Dienstanweisung ihrer Heimleitung. Die wollte, dass die Frau ihre Fingernägel kurz schneidet - aus Hygienegründen. Die Pflegehelferin berief sich auf ihr Persönlichkeitsrecht. Sie argumentierte, dass sie in dem Heim kaum mit Lebensmitteln zu tun habe. Das Seniorenheim hielt dagegen: Bei Gelnägeln könnten sich Bakterien festsetzen. Es dürfe kein Risiko für die Heimbewohner geben.

Das Arbeitsgericht Heinsberg entschied: Die Frau muss die Nägel schneiden, wenn sie dort weiterhin arbeiten will. mehr...

RWE fordert 2 Millionen Euro Schadensersatz am Aachener Landgericht

Der Energiekonzern RWE will mehr als zwei Millionen Euro Schadenersatz von Umweltaktivisten haben, die 2017 das Kraftwerk Weisweiler lahmgelegt hatten.

Wegen der Blockade musste RWE damals den Betrieb in Weisweiler für mehrere Stunden stoppen. Um den dadurch fehlenden Strom einzukaufen, brauchte man eben genau diese zwei Millionen Euro, die jetzt am Aachener Landgericht eingefordert werden, sagt RWE. Einen Prozess-Termin gibt es noch nicht. mehr...

Über elf Jahre Gefängnis nach gefährlicher Brandstiftung in Jülich

Ein Mann aus Jülich ist gestern Abend vor dem Aachener Landgericht wegen versuchten Mordes an seiner Frau und seiner Tochter und Brandstiftung zu knapp über elf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Im Frühjahr 2018 hatte er seinen Hof in Jülich angezündet. In dem Haus schliefen damals seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und die gemeinsame Tochter.

Die beiden konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen - dank des Hundes, der sie geweckt hatte. mehr...

11-Jährige belästigt: Eupener Gericht veruteilt Mann zu Sozialstunden

Vor dem Strafgericht in Eupen ist ein Mann aus Luxemburg zu vielen Sozialstunden verurteilt worden.

Er soll sich an eine Elfjährige heran gemacht haben. Der Mann Anfang 20 hatte mit dem Mädchen gechattet - über 600 Nachrichten gingen hin und her. Die Mutter des Mädchens bemerkte das und meldete es der belgischen Polizei. mehr...

Lange Haftstrafen nach Überfällen

Vor dem Aachener Landgericht sind zwei Männer nach Überfällen auf Fast-Food-Restaurants zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Beide müssen für über fünf Jahre ins Gefängnis, weil sie erst ein Motorrad geraubt und dann ein McDonalds in Herzogenrath und ein Subway in Übach-Palenberg überfallen hatten. Dabei hatten sie mit einer Schreckschusspistole gedroht. Ein McDonalds-Angestellter bekam ein Knalltrauma, als sie die abfeuerten. mehr...

Nach schlimmem Unfall in Alsdorf Anfang Januar: Verursacher unter Mordverdacht

Nach einem tödlichen Unfall Anfang Januar in Alsdorf steht der Unfallfahrer inzwischen unter Mordverdacht. Gegen ihn ist Haftbefehl erlassen worden.

Der Fahrer war mit seinem Golf an einer Kreuzung in Alsdorf-Hoengen in einen BMW gerast, der dort an einer roten Ampel gestanden hatte - vermutlich mit mehr als 140 Sachen auf dem Tacho. Der Beifahrer in dem Golf starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen, der Fahrer des BMW konnte reanimiert werden. Der Unfallfahrer ist aktuell in Untersuchungshaft. mehr...

Keine großen Partys mehr im Aachener Musikbunker

Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden.

Der Grund für diese Entscheidung ist, dass es im Musikbunker in der Rehmannstraße immer wieder zu laut geworden ist. Der Lärmpegel sei für Anwohner zu hoch, haben die Richter in Münster entschieden. Auch eine Lärmschutzwand, die die Stadt Aachen noch extra aufgestellt hatte, habe nicht geholfen. Jetzt sind im Musikbunker nur noch maximal 140 Gäste erlaubt.

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Kindesentführung in Jülich: Lange Haftstrafe und Sicherungsverwahrung

Im Prozess um eine Kindesentführung in Jülich sind heute vor dem Aachener Landgericht die Urteile gesprochen worden.

Der Stiefvater von zwei kleinen Kindern war mit Komplizen bei der Pflegefamilie der Kinder erschienen, hatte die mitgenommen und war mit ihnen nach Belgien geflüchtet. Die Kinder waren bei der Pflegefamilie untergebracht worden, weil der Stiefvater unter dem Verdacht stand, sie zu missbrauchen. Er ist auch der Hauptangeklagte in dem Prozess. Das Gericht hat entschieden, dass er für zehn Jahre ins Gefängnis und anschließend in die Sicherungsverwahrung muss. Verurteilt wurde er wegen Kindesmissbrauchs und der Entführung seiner Stiefkinder aus der mehr...

Gefängnisstrafe für "Brummi-Andi"

Der als "Brummi-Andi" bekannte Straftäter muss für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Der neuste Prozess gegen ihn ist heute Nachmittag vor dem Aachener Landgericht zu Ende gegangen. Es ging um zuletzt noch 20 Straftaten - unter anderem Körperverletzung, Drogenhandel, Bedrohung und immer wieder verbotenes Verhalten im Straßenverkehr. In dem Prozess gings auch darum, ob "Brummi-Andi" in Sicherungsverwahrung muss. Das hatte ein Gutachter aber nicht so gesehen und so kommt es jetzt auch. "Brummi-Andi" war schon als Jugendlicher verbotenerweise LKW gefahren und hatte bei einer dieser Spritztouren einen Polizisten angefahren und so schwer verletzt, dass der mehr...

Gutachter gegen Sicherungsverwahrung für Brummi-Andi

Im Prozess gegen einen als "Brummi-Andi" bekanntgewordenen Serienstraftäter in Aachen war ein Gutachter heute der Meinung, dass der Mann nicht in Sicherungsverwahrung sollte.

Er glaube nicht, dass der Angeklagte einen krankhaften Hang zu schlimmen Straftaten habe, sagte der Psychiater heute vor Gericht in Aachen. Die Staatsanwaltschaft wirft "Brummi-Andi" 72 Straftaten vor, unter anderem Zwangsprostitution, Zuhälterei und verschiedenste Verstöße gegen Verkehrsregeln. Der Gutachter sagt, der Angeklagte stehe zu seinen Taten und sei auch selbstkritisch. Das Urteil in dem Prozess soll am Montag fallen. mehr...