Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Angeklagte in Missbrauchsfall verurteilt

Vor dem Aachener Landgericht ist heute der Prozess um einen schweren Missbrauchsfall in Gangelt zuende gegangen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass ein Vater seinen kleinen Sohn vom Babyalter an jahrelang missbraucht hat. Dafür wurde er zu 13 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt. Ein Mitangeklagter, der bei dem Missbrauch über Videostream im Internet zugeschaltet war und auch selbst nach Gangelt gefahren war, um das Kind zu missbrauchen, wurde zu 12 Jahren und 10 Monaten verurteilt. Für beide wurde außerdem die anschließende Sicherungsverwahrung verhängt.

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Sechs Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs

Das Eupener Strafgericht hat einen Mann aus der belgischen Eifel zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Er soll seine kleinen Stieftöchter immer wieder sexuell missbraucht haben. Neben der Haftstrafe wurden dem Mann auch seine bürgerlichen Rechte für mindestens 10 Jahre aberkannt. mehr...

Diesel-Fahrverbote: Klage auch wegen Düren

Wegen schlechter Luft in Aachen hat die Deutsche Umwelthilfe das Land NRW schon verklagt. Jetzt gibt es eine weitere Klage - sie betrifft Düren.

Je nachdem, wie das ausgeht, könnte es auch Dieselfahrverbote in Düren geben. Die Klage wurde nach Angaben des Verwaltungsgerichts Aachen heute am Mittwoch zugestellt. Das Land hat jetzt vier Wochen Zeit, um darauf zu reagieren. mehr...

Eschweiler Anwalt soll Mandantin erfunden haben

Ein Anwalt aus Eschweiler soll im Münchner NSU-Prozess ein Opfer vertreten haben, dass es überhaupt nicht gab.

Deshalb wird er in Aachen angeklagt, wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall - hat das Landgericht Aachen jetzt erklärt. Demnach hat der Anwalt jahrelang eine Frau vertreten, die angeblich bei dem Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße verletzt wurde. Dafür hat er Spesen von über 200.000 Euro vom Staat kassiert. Das Problem: die Frau existiert nicht. Er ist auch im Zusammenhang mit dem Prozess um die Loveparade-Katastrophe unter anderem wegen Urkundenfälschung angeklagt mehr...

Bewährungsstrafe für Rathausrandalierer

Über Monate hatte er im Rathaus von Geilenkirchen immer wieder randaliert und das Sozialamt der Stadt phasenweise fast lahmgelegt.

Mitarbeiter wurden angegriffen, Möbel im Rathaus hat er zerstört. Ständig gab es Pöbeleien. Ins Gefängnis muss der als Rathausrandalierer bekannt gewordene Mann trotzdem nicht. Vor Gericht in Geilenkirchen wurde heute entschieden: Er bekommt eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten - allerdings auf Bewährung.

Im Rathaus kann man dieses - vergleichsweise milde - Urteil nicht nachvollziehen. mehr...

Braunkohlegegner sagen ihre Namen nicht

Ein Prozess gegen vier Braunkohlegegner vor dem Amtsgericht Kerpen ist direkt zum Auftakt vertagt worden.

Ein Anwalt hatte sich beschwert, er habe nicht alle Akten bekommen. Es ist kein Prozess wie jeder andere: Denn das Gericht weiß nichts über die Angeklagten. Sie sagen nicht, wer sie sind. Seit ihrer Blockadeaktion im Hambacher Forst im Januar saßen die vier in U-Haft. Drei von ihnen setzte das Gericht auf freien Fuß, bis das Verfahren Ende März wieder aufgenommen wird . mehr...

Keine Mordanklage nach illegalem Autorennen

Zwei Männer kommen im sogenannten Mönchengladbacher Raserfall demnächst vor Gericht.

Die Angeklagten sollen sich im vergangenen Sommer spontan ein illegales Autorennen geliefert haben. Dabei wurde ein Fußgänger angefahren und so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später starb. Die Staatsanwaltschaft wollte einen der beiden deshalb wegen Mordes anklagen. Das Gericht bewertet das aber anders, er wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. mehr...

Mann verteilt Rohrreiniger auf Spielplätzen und wird verurteilt

Vor dem Aachener Landgericht ist der Prozess gegen einen Mann zu Ende gegangen, der in Aachen Rohrreiniger auf Spielplätze gekippt hatte.

Er muss in die Psychiatrie. Der Mann hat zugegeben, im vergangenen Sommer ätzendes Granulat auf Spielplätzen in Aachen verteilt zu haben. Mehrere Kinder wurden dadurch verletzt. Die Richter gingen davon aus, dass er gefährlich ist - er habe sich in seinen Wahnvorstellungen von kleinen Kindern bedroht gefühlt und sei schuldunfähig. mehr...

Mann in Verpackungsfolie eingewickelt: Hohe Haftstrafen für Täter

Vor dem Aachener Landgericht ist ein kurioser Gerichtsprozess zu Ende gegangen.

Zwei Männer müssen für jeweils 6 Jahre und 10 Monate ins Gefängnis. Ein junger Mann aus Düren soll ihnen Geld geschuldet haben. Als er das nicht zahlte, sollen die Täter ihn geschlagen und dann in durchsichtige Verpackungsfolie eingewickelt und ihn weiter gedemütigt haben. mehr...

Prozess um Rohrreiniger auf Spielplätzen beginnt

Auf Spiel- und Grillplätzen in Aachen hatte ein Mann im vorigen Sommer ätzende Rohrreiniger-Kügelchen verstreut.

Mehrere Kinder verletzten sich. Mit Bildern einer Überwachungskamera wurde nach dem Mann schließlich erfolgreich gefahndet. Er gilt als schuldunfähig. Vor dem Landgericht Aachen geht es nur darum, ob er dauerhaft in die Psychiatrie muss. Bei der polizeilichen Vernehmung hatte er gesagt, der Lärm der spielenden Kinder hätte ihn genervt. mehr...