Macron ruft Europäer zu Einigkeit auf

Vor dem Hintergrund der Eskalation im Nahen Osten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Europäer zu Stärke und Einigkeit aufgerufen.

„Seien wir nicht schwach“, sagte der 40-Jährige in Aachen. Hier erhielt er heute den Karlspreis für sein europäisches Engagement.

In seiner Rede wiederholte Macron seine Forderung nach einem eigenen Haushalt für die Eurozone und einem größeren EU-Budget. Er weiß, dass er damit in Berlin auf wenig Sympathie stößt, und übte deshalb unerwartet deutliche Kritik: „In Deutschland kann es keinen ewigen Fetischismus für Budget- und Handelsüberschüsse geben, denn sie sind auf Kosten der anderen gemacht“, sagte er.

Kanzlerin Merkel ging in ihrer Laudatio nicht direkt darauf ein, sie sprach nur von unterschiedlichen Ansichten.

Einigkeit herrschte im Hinblick auf die Sicherheits- und Außenpolitik. Beide sagten, Europa müsse gemeinsam und selbstbewusst auftreten – etwa gegenüber den USA, die aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen sind.

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