Alemannia geht neue Wege

Traditionsvereine in der Regionalliga West haben immer wieder finanzielle Probleme. In Wattenscheid fehlen zum Beispiel über 300.000 Euro, in Wuppertal dürfen fast alle Spieler in der Winterpause gehen, weil die Gehälter nicht mehr gezahlt werden können. Auch die Alemannia kennt solche Probleme - sie hatte schon zwei Insolvenzen. Um neue Sponsoren zu bekommen, geht der Verein darum neue Wege. Jetzt gibt’s ein Treuepunkte-System für Partner und Fans.

Über die App MyFavorito können Fans Punkte sammeln, indem sie bei unseren Sponsoren zum Beispiel im Supermarkt shoppen oder ins Fitnessstudio gehen, sagt Alemannia-Geschäftsführer Martin vom Hofe. Die Treuepunkte gebe es dann durch einen Scann der App und eines Coupons, im Anschluss könne der Fan bei der Alemannia einlösen, zum Beispiel für eine Eintrittskarte, eine Stadionführung mit Geschäftsführer Martin vom Hofe oder ein Matchworn-Trikot der Schwarz-Gelben einlösen. Der Verein poisitioniert so seine Sponsoren und Partner.

Als erste Idee nach der Insolvenz ging Martin vom Hofe zu Sponsoren und packte mit an. Mal reinigte der Geschäftsführer einen Tanklaster und mal saß er in einem Lebensmittelmarkt an der Kasse und kassierte. Mit Videos und Facebook-Einträgen wurden die Partner anschließend vorgestellt - im Gegenzug dafür unterstützen die Unternehmen und Firmen den Verein durch Sponsorings. Darüber hinaus schenkt der Traditonsclub seit Saisonbeginn ein eigenes Bier am Tivoli aus, das Kaisterstädter. Auch etliche Supermärkte haben das helle Bier mittlerweile in ihrem Sortiment. An jeder verkauften Flasche wird der Verein beteiligt.

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