Wenn „Plätzchen backen“ zur Wissenschaft wird

In der 100’5 Radio-WG wurde heute aus diversen Quellen von eigenartigen Düften berichtet. WG-Küken Jenny wollte Plätzchen backen. Eine doofe Idee...

Im 100’5-Team hat sich schon lange der Verdacht durchgesetzt, dass Jenny von Kochen & Backen in etwa so viel Ahnung hat, wie von dem Verbrennungsprozess eines Oldtimers. Und Heidewitzka: wir hatten ja keine Ahnung!

Backen kann super einfach sein – wenn man das Rezept liest – erst Zerschneiden, dann Likör zugeben und vermengen. Unsere Jenny hat sich allerdings entschieden, direkt den Likör über die Printenmasse zu schütten, um anschließend – wie der Irre aus Scream – mit einem Messer auf die Likör-Printenmasse in einer Schüssel einzustechen. Anonyme Quellen berichten von einem leichten Wahnsinn, der sich in Jennys Augen ablesen lies. Nach ersten Sprüngen in der Schüssel und keinem merklichen Fortschritt, kamen ihr ein paar WG’ler zur Hilfe – vermutlich zum Selbstschutz.

Wir würden gerne berichten, dass sich nach ersten Fehltritten ein stabiler Gang eingestellt hat, allerdings war das sogenannte „Printenmassaker“ nur die Spitze des Eisbergs. Es folgten Schweineöhrchen, deren Form alles hätte sein können – ABER KEIN OHREN – eine Kuvertüre-Explosion in der Mikrowelle und ein Zimt-Overload, weil Jenny – statt 2 Teelöffeln – 2 Esslöffel benutzt hat. Die Mikrowelle sieht jetzt aus, wie ein Schokobrunnen, den man auf Links gedreht hat. Auch die aufgewärmte Mittagsbolognese bekommt dadurch einen ganz neuen Touch.

Das Highlight ist und bleibt allerdings unser Lieblingscholeriker Murat. Nachdem sich Murat einen von Jennys Keksen zum Probieren komplett in den Mund geschoben hat, ist er in 5 Sekunden von einem kerngesunden Familienvater zu „Ich sehe das Liiiiiiiiiiiicht“ geworden. Was man im Radio NICHT gehört hat, war Murat, der immer wieder Keksreste in den WG-Mülleimer spucken musste. Er wollte sich den Mund mit Whiskey auswaschen – seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen.

Euer Whistleblower

 

Geleakte Rezepte:

Hundebananenchips

  • 2 mittelgroße, sehr reife Bananen
  • 150g Weizengries
  • 1 EL Honig

Bananen zerdrücken und mit dem Gries und dem Honig vermischen. Dann knapp 1cm dick ausrollen und entweder Formen ausstechen oder in kleine Vierecke schneiden. Bei etwa 180 Grad 20 Minuten backen.

Printenkugeln

  • 200 Gramm Schokoladen-Kuvertüre (Zartbitter)
  • 200 Gramm Kräuterprinten
  • 1 Packung Kakaopulver (zum Wälzen)
  • 3,5 EL Orangenlikör

Printen fein zerhacken und mit dem Likör beträufeln. Etwa 15 Minuten ziehen lassen. Die Schokosoße (200gr) unter die Printenmischung rühren. Den Teig mit angefeuchteten Händen durchkneten, zu kirschgroßen Kugeln rollen. In Kakao wälzen, kühl lagern.

Schweineöhrchen

  • 2x frischen Blätterteig
  • 3EL Apfelkraut / Apfeldicksaft
  • Marzipan Rohmaße (ausgerollt oder zum ausrollen)
  • 1 TL Zimt
  • 1 Packung Mehl (zum Bestäuben)

Die Blätterteigplatten nebeneinander auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausbreiten. Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen.

Teigplatten aufeinanderlegen und zu einem Rechteck (27 x 43 cm) ausrollen. Apfeldicksaft und Zimt verrühren und die Blätterteigplatte damit bestreichen. Die Marzipandecke darauflegen und leicht andrücken.

Den Teig von den beiden Längsseiten aus zur Mitte hin aufrollen und mit einem scharfen Messer in etwa ein halben cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben zu Schweineöhrchen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Im Ofen etwa 16 bis 18 Minuten goldbraun backen.