Meine Yeti-Grenzerfahrung

Daniels Blog: Als ich noch in der Schule war, habe ich Erkunde geliebt. Die Beschaffenheit der Erde hat mich immer fasziniert. Vor allem das tiefe Meer und die hohen Berge haben es mir angetan. Ich liebte die Geschichten vom Mount Everest und auch vom K2. Wusstet ihr, dass der K2 mit 8611 Metern der zweithöchste Berg auf der Erde ist.

Und jetzt habe ich als Reporter durch Zufall erfahren, dass es auch einen K3 gibt! Und zwar direkt bei uns im 100´5 Revier. Mitten in Aachen auf der Theaterstrasse. Aber nein, keine Sorge, wir haben keinen neuen Bergzuwachs in Aachen bekommen.

Hinter dem K3 steckt Harald von Ameln. Als Ur-Oecher hat er etwas nach Aachen gebracht, was bisher nur im Profisport und bei den Reichen und Schönen benutzt wird. Eine Kühlkammer für Jedermann, mit der er unser Immunsystem stärken möchte.

Wie funktioniert das Ganze? Man steigt (nur in Unterwäsche) in eine kühlschrankähnliche Kältekammer, so dass ausschließlich der Kopf rausschaut. Dann wird die Temperatur für 1 Minute auf +80°C hochgefahren, nur um dann für die nächsten 3 Minuten auf 196°C abgekühlt zu werden. Das ganze funktioniert mit Stickstoff der in die Kammer reingeblasen wird.

Bisher kannte ich dieses Gefühl von gleichzeitiger Kälte und Hitze nur von dem Moment, wenn sich deine Partnerin dein Handy nimmt und sagt: „Ist das für dich okay, wenn ich mir mal deine Whatsapp Nachrichten durchlese?“.

Ich bin also in die Kammer gestiegen … und wisst ihr wie sich die Kryotherapie (so heißt diese Therapie in der Fachsprache) angefühlt hat? Wie eine verdammt kalte, aber trockene Dusche. Und was macht man unter der Dusche, wenn einem kalt ist? Man bewegt sich. Und auch das habe ich gemacht, ich fing an zu tanzen und zu strampeln. Es war ein cooles erfrischendes, elektrisierendes Gefühl. Aber es war schon arschkalt. Aber ich bin ja auch ein kleines Prinzesschen und kein Eis Yeti.

Zeitweise hatte ich die Hoffnung, man möge mich einfrieren und dann in 200 Jahren wieder auftauen, wenn es in Aachen fliegende Autos gibt.

Auf der Webseite steht auch drauf, wofür diese Kaltsauna gut sein soll. Arthrose, Entzündungen, Hautkrankheiten und sogar Depressionen. Burn Out soll das Verfahren übrigens auch vorbeugen. Ich kann mir gut vorstellen, dass an diesen Behauptungen etwas dran sein mag, da ich mich nach dem „Experiment“ echt toll und gut durchblutet gefühlt habe.

Bei einer Sache wird die Kühlkammer allerdings wahrscheinlich nicht helfen: Gegen die Eisfüße von Frauen! Uaaaaaaa.