Mein Tag mit Beate & Uschi

Daniels Blog: Im Sommer 2017 fand im Bundestag sowas, wie eine kleine Revolution statt. Die Mehrheit der Abgeordneten hat der Ehe für homosexuelle Paare zugestimmt. Das hat dazu geführt, dass auch im 100´5 Revier viele gleichgeschlechtliche Paare nun im Standesamt voreinander das „Ja-Wort“ bekennen dürfen. „Hurra hurra“ haben viele geschrien, die nun endlich ihre Liebe vor der ganzen Welt bekunden dürfen. So auch Beate und Uschi.

Doch bei den zwei Frauen gibt es noch eine Besonderheit. Die beiden sind bereits seit 15 Jahren in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Nun wollten Sie auch die neue Rechtslage dazu nutzen, um gleichwertig als Ehepaar anerkannt zu werden. Dazu mussten sie „nur“ Ihren Status von einer eingetragenen Lebensgemeinschaft in eine Ehe umwandeln. Umwandeln heißt tatsächlich der rechtliche Begriff. Klingt schon irgendwie lustig wie ich finde … bei „umwandeln“ denke ich an Microsoft Word Dokumente die ich in eine .pdf-Datei umwandeln möchte, oder mp3 Dateien deren Format ich ändere – aber nicht daran, aus einer Lebensgemeinschaft eine Ehe zu machen. Nun ja, so ist das aber in Deutschland. Alles ziemlich bürokra-kritisch. Hauptsache jetzt können Beate und Uschi und viele andere im 100´5 Revier und in ganz Deutschland ganz offiziell heiraten.

Und ich durfte bei der ersten „Umwandlung“ in Aachen dabei sein. Was noch erstaunlich an dieser Geschichte ist: Der Standesbeamte Herr Linden, der Beate und Uschi bereits vor 15 Jahren in eine Lebensgemeinschaft eingetragen hat, war auch genau derjenige, der jetzt beide verheiraten durfte.

How crazy is that then :-)

Was soll ich noch mehr sagen? Alles andere verlief so, wie bei jeder anderen Eheschließung auch. Es wurde das „Ja-Wort“ gegeben, Ringe wurden getauscht und zum Schluss gab es noch O-Saft und Sekt! Prost! Und alles liebe für die beiden ersten Umwandlerinnen aus Aachen …. ein Hoch auf Beate und Uschi!