Mein Magen vs. Öcher Bend

Jennys Blog: Oh what a day! Gibt es etwas Besseres als Osterferien zu haben und mit der 100’5 Radio-WG auf den Öcher Bend zu gehen? Für uns zumindest nicht!

Christian, Ninchen und ich haben mit gleich 15 Gewinnern den Öcher Bend besucht und uns eine ordentliche Portion Adrenalin abgeholt. Denn „gemütlich über den Bendplatz schlurfen“ war scheinbar ein absolutes No-Go. Bei uns gab’s Action! Alle Fahrgeschäfte! So oft, wie es geht!

Keine 50 Meter von unserem Treffpunkt entfernt stand auch schon die Schiffschaukel – das erste Ziel unserer Gewinner. Mir war das Ding nicht ganz geheuer und ich wollte mich dezent nach hinten stellen, um „gaaaaanz uneigennützig“ auf die Taschen aufzupassen... NIX DA! „Wird schon nicht soooo schlimm werden.“, dachte ich mir! Ja…DACHTE ICH MIR!

Zum Start hat dieses Fahrgeschäft der Hölle erst einmal kurz Anlauf genommen. Da war noch alles gut. Dann ging der Fuß aber aufs Gaspedal. Da war dann nicht mehr alles gut.

Mein Magen hat sich umgedreht, Pirouetten gedreht, einen Auerbacher Salto mit Schraube performt und sicherheitshalber noch eine Rolle rückwärts geschlagen. Während ich noch die Sorge hatte, dass sich mein Mageninhalt verselbstständigt und beschließt „auszuwandern“, war die Folter ganz plötzlich vorbei. Wir konnten aussteigen. Endlich.

Während die anderen beim Autoscooter wild rumfuhren, saß ich gekrümmt in der Ecke.

Während die anderen auf dem Klettergerüst herumturnten, saß ich gekrümmt in der Ecke.

Während die anderen auf den/die/das „Shake“ gingen, saß ich gekrümmt in der Ecke.

Aber dann ging es mir wieder gut. Ich habe mich dann ins Spiegellabyrinth getraut. Level 1: complete.

Die „Wilde Raupe“ habe ich dann allerdings auch wieder ausgelassen. Ich bin dann scheinbar noch nicht so ganz „rummelfest“. Beruhigend war allerdings, dass auch Christian und Ninchen nach den Rotationen der Raupe ganz offensichtlich ein paar Gleichgewichtsprobleme hatten.

Zum Runterkommen ist Christian dann mit mir auf’s Kinderkarussell gegangen und anschließend 3 Runden zum Kinderarchterbahndschungel. Eben echte Adrenalinkicks. Irgendwann in der dritten Runde habe ich dann ein weiteres Mal meine Gesichtsfarbe verloren und war froh, dass wir uns zum Essen erstmal hinsetzen konnten. An Nahrungsaufnahme war aber nicht zu denken.

Nach der Pause habe ich mich selbst ausgewechselt und auf die Ersatzbank geschickt. Aus der Ferne konnte ich dann noch zusehen, wie unsere Mädels mit einem wagemutigen Kerl im Schlepptau und mit breiter Brust den „GLADIATOR“ herausgefordert haben. Das wohl krasseste Fahrgeschäft auf dem Bend. Ich konnte kaum zusehen und hatte Sorge um unsere Mädels – völlig zu Unrecht – die drei kamen uns begeistert entgegen und fragten direkt, wo wir als nächstes hingehen. Mein Magen sagte "Bett", Christian und Ninchen sagten "Riesenrad"! Und so endete ein Tag auf dem Öcher Bend mit einem Blick über die Aachener Skyline und der Erkenntnis: Riesenrad ist manchmal auch genug Adrenalin...