Mein Besuch bei der NATO

Jennys Blog: „Irre!“ Das wäre wohl das Wort, mit dem ich diesen Tag beschreiben würde. Denn heute bin ich zur NATO Airbase in Geilenkirchen gefahren. Und ernsthaft, ich hätte NIE NIE NIEMALS im Leben gedacht, dass das so mega cool und interessant ist.

Schon allein der „Eingang“ ist imposant. Sieht aus wie eine irre große Schleuse, mehrere groooooße Bildschirme leuchten und weisen den Weg. Und jeder, der die Nato Airbase betreten möchte, MUSS sich ausweisen. Auch ich. Und dann fährt man rein und ist total geflasht, weil es aussieht, wie in einer kleinen amerikanischen Stadt. Die Straßennamen sind auf Englisch, hin und wieder sausen an mir richtige amerikanische Oldschool-Karren vorbei und klar, hier spricht auch jeder englisch.

Meine erste Station war der Tower. Von dort aus werden alle Flugzeuge auf die Landebahn rangiert, damit auch jeder millimetergenau landen kann. Überall piepst es, tausende Knöpfchen - und man sagte mir, dass sie bereits „Augenkontakt“ ab 20km hätten. Stichwort: Adlerauge!

Gut, dass ich in diesem Tower nicht arbeiten muss, denn so oft wie ich rechts und links verwechsle, würde da keine AWACS Maschine landen wollen…:D Hust.

Heute sind auch extrem viele NATO-Soldaten durch die Straßen gelaufen, denn zum Tag der offenen Tür am kommenden Wochenende will jeder anwesend sein. Vor allem steht heute noch der wichtige Zapfenstreich an, um die Feierlichkeiten zu krönen.

Mit Raimond Schulz gehe ich dann zum Hangar. Ganz besonderer Moment, denn dort wo normalerweise die großen Flugzeuge geparkt werden, wird unsere große 100’5 Fliegerparty steigen. Extra für diese Party wurden die AWACS rausgerollt und haben Platz für unsere Bühne gemacht. Die stand auch schon, besonders weil viele helfende Hände angepackt haben, damit alles rechtzeitig eröffnen kann. 

Witzig auch: Pressesprecher Johannes Glowka und ich haben den ganzen Vormittag einen "amerikanischen Spaziergang" gemacht.

Soll heißen, dass wir für jede Strecke innerhalb der Airbase die Karren benutzt haben, denn alleine um vom Tower ins Headquarter zu kommen, bräuchte man mit schnellem Schritt knapp 5-10 Minuten. Blöd, wenn es mal schnell gehen muss.

Und wenn ihr euch jetzt fragt, was das für ein abgeschiedenes Leben sein soll dort auf der Base - gar nicht! Dort gibt es sogar einen Supermarkt mit echten amerikanischen (steuerfreien) Lebensmitteln. 

Und bevor ich in einen Topf Erdnussbutter falle, habe ich mich lieb bedankt und bin nach Hause gefahren. Und ich bin mir sicher, wenn ihr zum Tag der offenen Tür am kommenden Wochenende kommt, seid ihr sicherlich genauso geflasht wie ich es bin. Eine kleine, amerikanische Stadt mitten im 100’5 Revier. I think i spider!