Helmfrisur und Gegenwind

Jennys Blog: Klingelingeling! Ein anstrengender Tag steht bevor. Deswegen gab’s heute Morgen noch eine extra Schnitte Brot zum Frühstück. Denn heute schwingen Murat und ich uns auf den Drahtesel und radeln.

Die Tour de France führt ja zum Start mitten durch's 100'5 Revier. Und unsere Radio-WG testet die ganze Woche, ob die Wege auch sicher sind und ob die Profis sich auf Schlaglöcher vorbereiten müssen.

Die erste Etappe bestreiten Murat und ich. Los geht’s in Mönchengladbach Rheydt und die Zieleinfahrt ist dann nach ca. 23 Kilometern in Titz. Als Unterstützung haben wir noch Christian zu unserer Fahrradtour eingeladen. Der ist richtiger superduper Rennradfahrer und sollte uns den Start in die Woche ein wenig erleichtern. Ich glaube ehrlich gesagt, dass wir das besser nicht getan hätten, denn Christian lässt Murat und mich mit seinem Profioutfit aus gelbem Trikot, Radlerhose, schnittigem Fahrradhelm und dem Knaller-Rennrad schon ein wenig alt aussehen.

Zusammen wird dann aber losgeradelt. Murat ist unser Navigator und leitet uns durch Wickrath, an Jüchen und Garzweiler vorbei, über die schöne und unendliche L4, rüber nach Mündt und nach fast 1,5 Stunden kann ich endlich das Ortsschild von Titz sehen! Ich habe das Gefühl, dass wir nur bergauf gefahren sind, Gegenwind hatten und die LKW’s extra ein wenig Erde verloren haben, damit die in meinem Gesicht landet und die Schminke verschmiert. Und ich bin jetzt auch kein Fan von dieser Helmfrisur geworden – die steht mir irgendwie nicht.

Mein Fazit nach der ersten Etappe: Wer freiwillig die Tour de France fährt, ist doch irre. Das geht doch viel einfacher...nämlich mit dem Auto!