Gut zu Vögeln: Ninchen beim Weltrekord-Vogelzüchter Hans aus Herzogenrath

Dieser Mann ist ein echter Vogel – aber einer zum in den Arm nehmen und lieb haben. Irgendwie hatte ich Hans und seine Frau schon bei der Begrüßung in mein Herz geschlossen. Dann gingen wir in ihren liebevoll eingerichteten Garten. Hans zeigte mir im Gartenhäuschen zuerst stolz seine Weltmeister-Medaillen in Gold und Bronze, die er für seine tollen Vögelchen eingeheimst hat. Danach geht es ins Vogelwohnhaus. Hier haben die Vögel liebevoll eingerichtete Gehege mit echten Tannenzweigen zum Brüten, alles ist hell. Die ersten drei Gehege sind mit Pärchen belegt, die hoffentlich bald zueinander finden und Hans dann wieder weltmeisterlichen Nachwuchs bescheren.

Ich sehe wie seine Augen strahlen, wenn er von seiner Zucht und seinen Bindenkreuzschnäbeln erzählt. „Der hier ist einer der Weltmeister. Tolles rot, oder?“ sagt Hans. Und ich kann nur nicken. Die Farben der Tiere sind wirklich beeindruckend.

Beeindruckend ist auch wie Hans immer wieder über meine schlechten Vogelwitze lacht. Sprüche wie „Wir zwitschern uns jetzt einen!“ oder „Ich bin ja auch gut zu Vögeln. Ich hatte mal zwei Wellensittiche!“ lächelt er charmant weg. Selbst meine Nachfrage zum Transport nach Spanien zur Vogelzüchter-Weltmeisterschaft findet er lustig. Ich wollte wissen, ob die die Strecke nicht selbst hätten fliegen können. Wäre doch einfacher gewesen als mit einem extra Transport.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen: Ich mag es, wenn Menschen ein Hobby haben, in dem sie voll aufblühen. Zwischendurch schaut Hans dabei immer wieder verliebt zu seiner Frau und sagt: „Wenn man so ein zeitintensives und kostspieliges Hobby hat, braucht man auch die passende Frau dazu!“ Da haben sich im wahrsten Sinne des Wortes zwei Vögel gefunden. Seit 45 Jahren sind die beiden verheiratet und wohnen glücklich in Herzogenrath. Das ist so niedlich! Und so fahren wir etwas angekitscht mit Vögelchen statt Schmetterlingen im Bauch mit dem 100'5 Caravan wieder in die 100'5 Radio-WG zurück.