Der Bushofhasselhoff

Daniels Blog: Dwayne The Rock Johnson und ich haben eine Menge gemeinsam. Dwayne hat viele Muskeln. Und ich hab schon mal davon geträumt, dass ich viele Muskeln habe…das war’s dann aber vermutlich schon mit den Gemeinsamkeiten. NEEEEIN! STOP! MOMENT MAL! Seit gestern, dem 1. Juni 2017, haben wir doch einiges mehr gemeinsam. Wir beide haben eine hautenge knallrote Badebuchse getragen und für Aufsehen gesorgt. Er am Strand von Miami Beach und ich am Bushof in Aachen.

Doch spulen wir erstmal zurück. Was genau ist passiert?

Passend zum Sommeranfang am 01.07.2017, startet in den Kinos der heiß umworbene „Baywatch“ Film. In den Hauptrollen sind unter anderem Dwayne Johnson und Frauenschwarm Zac Effron zu sehen, den die meisten aus der „High School Musical“ Reihe kennen.

Schon der Trailer zu Baywatch verrät, dass sich dieser Film nicht gerade ernst nimmt. Und auch die Schauspieler machen da mit – es gibt jede Menge lustige Sprüche und Zac Effron in einer knallengen Amerika-Badehose.

Und mit genau der Einstellung gehe ich ja ohnehin durch’s Leben: Sich bloß nicht zu ernst zu nehmen – und das war heute mal wieder wirklich wichtig! Denn die 100’5 Radio-WG hat sich was ganz Pfiffiges für mich einfallen lassen. Meine Challenge für diesen Tag lautet wie folgt: „Läute den Sommeranfang in Aachen ein! Und zwar ausschließlich mit einer roten Badebuchse und einer roten aufblasbaren Schwimmboje.“ Oberkörperfrei versteht sich natürlich.

Und so stehe ich also am Bushof in Aachen. Um 7 Uhr morgens. Überall Pendler. Ich mittendrin. Und natürlich sorge ich wie David Hasselhoff dafür, dass niemand in Gefahr gerät. Insgesamt falle ich natürlich schon auf zwischen Kids auf dem Schulweg, Büromenschen mit Anzug und Aktenkoffer und der restlichen übermüdeten Meute. Aber keine Sorge – der Bushofhasselhoff Kus (ja, ich rede hier in der dritten Person von mir ;)) ist natürlich zur Stelle und bringt ältere Damen sicher in den Bus, sorgt für Erheiterung an der Bushaltestelle und spannt immer mal wieder die Muskeln an! Man muss ja zeigen, was man hat. Selbst einen Zeitlupen-Sprint lege ich hin – das gehört eben dazu.

Als ich das Gefühl habe, dass der Bushof-Badestrand meine Hilfe nicht mehr braucht, fahre ich zurück in die 100’5 Radio-WG. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man den ganzen Tag lang Menschen gerettet hat – auch wenn es manchmal nur davor war, an der Bushaltestelle wieder einzuschlafen.

Die Aachener scheinen das zu honorieren. Offenbar hat mich halb Aachen bei meinem „Trockeneinsatz“ gesehen, im Radio davon gehört oder bei Facebook & Instagram Fotos gesehen. Einige Studenten haben sogar heimlich Papparazzi Aufnahmen von mir gemacht und die Bilder bei dem Netzwerk „Jodel“ hochgeladen.

An diese ganze Berühmtheit werde ich mich wohl erst noch gewöhnen müssen. Vielleicht mache ich vorsichtshalber erstmal eine Pause von diesem ganzen Rettungsschwimmer Dasein. Man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist – und am 1. Juni 2017 gab es keine Badeunfälle am Aachener Bushof! Ich verabschiede mich also mit einer weißen Weste!

Euer #bushofhasselhoff Daniel Kus