Bat-Jenny und Daniel „Robin“ Kus

Jennys Blog: Nennt mich Bat-Jenny! Denn ich habe jetzt neue Verbündete! Zusammen mit WG’ler Daniel (im folgenden Text Robin genannt) habe ich im 100’5 Mobil die Notfallaufnahme für Fledermäuse in Kirchhoven besucht.

Die Bat-Höhle bzw. Notfallaufnahme haben Robin und ich uns tatsächlich total anders vorgestellt. Ein normales Wohnhaus, in einer ganz normalen Straße. Alles fast total normal. Vermutlich ist das einfach die beste Tarnung für so eine echte Bat-Höhle.

Die Fledermäuse hängen in Kirchhoven auch nicht in einer Grotte, in der man immer mal wieder einen Tropfen plätschern hört, sondern in einem eigenen Raum mit so einer Art Zelt, in das sie sich zurückziehen und schlafen können.

Denn das brauchen die Fledermäuse. Aktuell hütet Susanne gut 20 kleine Flieger, die sich einen Schnupfen oder beispielsweise Gicht eingefangen haben. Susanne ist da ganz wie Alfred, der Batman nach einer furiosen Nacht mit Pflastern und Verbänden versorgt. Allerdings ist das nur eine Aufgabe auf Zeit, denn Alfred...ehhh Susanne wildert die Tiere im Idealfall wieder aus, damit sie durch die Nächte fliegend gleiten können.

Damit Susanne ihre „Mäuse“ auseinanderhalten kann, hat jeder Falter einen Binärcode an den Krallen. Aber weil so ein Binärcode sich nicht so schön aussprechen lässt, hat jeder Patient natürlich auch seinen eigenen Namen: Bibi, Kevin oder auch Jutta zum Beispiel.

Neben guter Verpflegung mit Maden und kleinen Insekten, steht bei den Fledermäusen aber auch regelmäßig Flugtraining auf dem Programm. Dafür werden sie von Susanne auf einen Stab gesetzt, an dem sie sich festkrallen und anschließend gedreht, bis sie sich nicht mehr halten können und in Richtung Boden flattern. Meist dauert es nicht lange, bis die kleinen Falter nicht mehr nur zum Boden fliegen, sondern ihre Flügel spannen und durch das Zelt flattern.

Meine Lieblingsfledermaus war Kevin, der hat nämlich auf meiner Hand Platz genommen und ich durfte ihn ein wenig streicheln. Ganz weiches Fell und ein super liebes Kerlchen. Irgendwann raste Kevin dann meinen Arm hinauf und hat sich in meiner Kapuze ein gemütliches Plätzchen gesucht. Vermutlich war das ein Zeichen, dass er mit Bat-Jenny und Robin Kus demnächst auf Verbrecher-Jagd gehen will! Wir müssen nämlich schon lange den Fall des verschwundenen Erdbeer-Joghurts lösen! Wir haben Christian „The Joker“ Meißner im Verdacht – doch wir brauchen Beweise. Da freuen wir uns über jeden Verbündeten und finden es ganz klasse, dass sich Susanne so gut um die kleinen Abendsegler kümmert! Weiter so.

Bis dahin: Nananananananaaaaaa Bat-Jenny!