1. Challenge: Schaumschläger

Jennys Blog: Holla die Waldfee. Solche Schmerzen hatte ich noch nie! Bei unserer 1.000 Euro Challenge musste ich ins erste Duell und Eischnee um die Wette schlagen! Ich will ehrlich sein: Ich dachte, dass ich das mit LINKS schaffen würde – schließlich sieht das bei diesen Fernsehköchen auch immer so einfach aus. Denkste!

Silke aus Kohlscheid war so mutig und wollte gegen mich antreten. Als Mama von drei Kids hat sie mir gegenüber natürlich klare Vorteile in der heimischen Küche. Jede Mama kocht ja toll! Und natürlich kann auch jede Mama perfekt Eiweiß steif schlagen. Dementsprechend war ich natürlich vorgewarnt.

Dann ging es ans Eingemachte. Regeln kurz erklärt, 5 Schüsseln mit Ei drapiert und dann fiel auch schon der Startschuss.

Zack, die drei Eier aus der Schüssel nehmen. Dann Eier trennen. Eigelb in eine Schüssel und das Eiweiß brav in die Edelstahlschüssel. Bloß nicht kleckern, denn sonst wird’s ja nicht steif! (Und das war gar nicht so leicht bei den zittrigen Adrenalin-Händen)

Ist die ganze Eiweißsuppe schließlich in der Schüssel, muss der Schneebesen her und dann heißt es: RÜHREN RÜHREN RÜHREN!!!

Ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr meine Hand nach den ersten Minuten anfing zu verkrampfen.

In der einen Hand die Schüssel festgekrallt. In der anderen den Schneebesen. Mit gefühlten 50 km/h flog der Besen durchs Eiweiß. Aber die Masse wurde einfach nicht steif. Schlagen, Schlagen, Schlagen. So fühlt sich die Ewigkeit an! So langsam wurde die Konsistenz besser. Ich schaute immer wieder kurz zu Silke rüber, die konnte das erstaunlich gut. Das verunsicherte mich noch etwas mehr. Und SCHWUPS hatte sie ihre erste Schüssel schon steif geschlagen.

Kurzer Test: Schüssel umdrehen, über den Kopf halten, 3 Sekunden warten - wenn nichts tropft gibt’s einen Punkt. Ab zur nächsten Schüssel.

Ich habe Vollgas gegeben. Eine Niederlage zum Start in die 1000-Euro-Challenge konnte ich nicht verkraften. Und die doofen Sprüche aus der 100’5 Radio-WG wollte ich sowieso nicht hören.

Ich konnte mit Kampfgeist aufholen. Bei der dritten Schüssel fing Silke an zu schwächeln. Ganz im Ernst; mir tat auch alles weh. Aber ich wollte den Sieg! Dann setzte bei mir der Tunnelblick ein. So muss sich sicherlich jeder Profiboxer fühlen, wenn’s um den Meistertitel geht. Und plötzlich war ich bei meiner letzten Schüssel, die ich steif schlagen musste.

Silke wurde schon panisch, schaute immer wieder zu mir rüber. Ich hatte den Sieg fast schon in der Tasche, da gab sie allerdings nochmal Vollgas ABER - auf den letzten Metern konnte ich das Rennen um’s Eiweißschlagen dann doch nach Hause fahren.

Ich konnte es noch nicht so ganz glauben, mein Arm auch nicht. Deswegen rührte mein Arm weiter und weiter und weiter, obwohl es ja nichts mehr zu rühren gab. 

Mir tat es etwas leid, dass Silke nicht gewonnen hatte. Aber das gehört eben auch zu der 1.000 Euro Challenge! Für Silke gab’s immerhin noch einen Gutschein fürs Aquis Plaza, über den sie sich sehr gefreut hat. Liebe Silke, danke für das Duell und viel Spaß beim Shoppen.

Und ich muss mir nie wieder anhören, dass ICH ne Niete in der Küche bin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.