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Der erste Punkt - nicht mehr und nicht weniger

Verhaltener Applaus: In Rostock konnte die Alemannia den ersten Punkt der Saison einfahren - Quelle: DFM

Es ist vollbracht: Alemannia Aachen ist nach dem Auswärtsspiel in Rostock zwar noch Tabellenletzter, aber nicht mehr punktlos. 0:0 hieß es am Ende an der Ostsee - ein Punkt für die Moral und ein Spiel, das alle Schwächen schonungslos aufdeckte.

Die Erleichterung in den Gesichtern der Schwarz-Gelben nach dem ersten Punkt der Saison war nicht zu übersehen. Dass ein torloses Unentschieden bei Aufsteiger Hansa Rostock als Erfolg gelten würde, wäre vor der Saison wohl schwer zu verkaufen gewesen. Nach dem Aachener Katastrophenstart jedoch ist man umgeschwenkt zur Mentalität der kleinen Schritte. "Wenn du hier nen Dreier holst, dann hast Du ein richtiges Aha-Erlebnis, so ist es nur ein Oho-Erlebnis, aber es ist einfach wichtig, dass wir gepunktet haben", gab Peter Hyballa nach dem Schlusspfiff zu Protokoll.

Aachener Abschlussschwäche

Die Chancen für ein Tor waren da: Auer, Olajengbesi, Yabo - sie alle hatten den Führungstreffer auf dem Fuß bzw. auf dem Kopf. Allein die Feinjustierung im Abschluss befindet sich in dieser Spielzeit in einer permanenten Findungsphase. "Dieses Spiel hat mich einige graue Haare gekostet", befand Sportdirektor Erik Meijer. Das Aachener Glück an diesem Tag bestand darin, dass die Gastgeber aus Rostock mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten. In der Nachspielzeit musste Torwart Boy Waterman gegen einen Rostocker Stürmer aus 2 Metern klären. Wenn man es positiv sehen will, könnte man sagen: Letzte Woche wäre der Ball wohl ziemlich sicher drin gewesen.

Asamoah und Thurk im Anflug?

Tobias Feisthammel, seines Zeichens Innenverteidiger und kein ausgewiesener Knipser, trägt auch nach fünf Spieltagen die Bürde, der einzige Aachener Torschütze zu sein. So ist es nicht weiter verwunderlichen, dass die Namen Michael Thurk und Gerald Asamoah rund um den Tivoli geistern. Ob die beiden Topstürmer allerdings in das finanzielle Budget der Alemannia passen, muss sich zeigen. Frisches Blut für die Offensive kann in jedem Fall nicht schaden. Anschauungsunterricht in Sachen Knipsermentalität dürfte die Videoanalyse des kommenden Gegners liefern: Mit Fortuna Düsseldorf gastiert am kommenden Samstag die beste Offensive der Liga am Tivoli. Das Ziel fürs Spiel ist dennoch eindeutig formuliert. Drei Punkte sind Pflicht - nicht mehr aber auch nicht weniger.