Warum der tote Winkel so gefährlich ist...

Im Kreis Heinsberg passierten in den letzten 15 Jahren drei tödliche Unfälle. Bei allen spielte der tote Winkel eine wichtige Rolle. Die Kreispolizeibehörde Heinsberg hat jetzt mit dem St. Ursula Gymnasium Geilenkirchen einen Aktionstag veranstaltet, um Kinder schon früh mit den Gefahren des toten Winkels vertraut zu machen.

Der tote Winkel ist ein Bereich rund um LKW, Busse oder Transporter, den der Fahrer nicht einsehen kann. Dieser ist so groß, dass ganze Personengruppen darin verschwinden können. Um Kindern diese Gefahr bewusst zu machen, wie groß der Tote Winkel eines LKWs, Sprinters oder Busses wirklich ist, wurden Situationen nachgestellt, die den Kindern die Gefahr veranschaulichen sollten. Außerdem durften sie die Postion des Fahrers hinter dem Steuer einnehmen und so selbst erfahren, wie im toten Winkel ihre Mitschüler verschwanden und vom Fahrer übersehen wurden. Auch die bessere Sichtbarkeit von Fußgängern und Radfahrern, richtiges Verhalten neben einem Fahrzeug und die Gefahr von Ablenkung wurden den Kindern spielerisch näher gebracht. Durch die Kinder- Unfallhilfe e.V. werden spezielle Aufkleber für LKW, Busse und Kleintransporter zur Verfügung gestellt. Diese sollen vor den Gefahren des toten Winkels warnen und Radfahrer sowie Fußgänger auf den toten Winkel aufmerksam machen.

Für alle Verkehrsteilnehmer gibt die Kreispolizeibehörde außerdem folgende Tipps:

  • Blickkontakt zum Fahrer suchen, bevor man die Fahrbahn betritt, bzw. mit dem Fahrrad weiter fährt
  • Im Zweifel lieber stehen bleiben und warten, bis der LKW/Bus oder Transporter abgebogen ist
  • Nicht direkt vor oder hinter einem solchen Fahrzeug die Fahrbahn überqueren
  • Generell immer großen Abstand zu diesem Fahrzeugen halten
  • Mit heller Kleidung oder Reflektoren und eingeschaltetem Licht am Fahrrad sind Kinder auf dem Schulweg auch in dunklen Jahreszeiten besser zu sehen- nicht nur für LKW Fahrer!

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