Verteilung von Jodtabletten auch im 100’5 Revier?

Nach Gesprächen zwischen NRW Innenminister Ralf Jäger und Vertretern der Stadt Aachen, der Städteregion und der Kreise Heinsberg, Düren und Euskirchen, erlaubt die Landesregierung die Verteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung.

Bisher hatte das Land sich an den Vorschlag der Stahlenschutzkomission gehalten und sich für eine zentrale Lagerung der Tabletten zum Schutz vor Strahlenkrankheiten ausgesprochen. Hintergrund der Diskussion sind immer größere Zweifel an der Sicherheit der belgischen Atomreaktoren in Tihange und Doel unweit der Grenze.

Diese sollen vor Schilddrüsenkrebs schützen, falls es zu einem „Gau in den Kraftwerken“ kommen sollte.
Wir haben zu diesem Thema mit Dr. Markus Kremer gesprochen. Er ist zuständig für den Katastrophenschutz bei der Stadt Aachen.

Bis die Tabletten aber verteilt werden, kann es noch Monate dauern und eine definitive Abhilfe sind die Tabletten für die Gefahren einer atomaren Verstrahlung auch nicht. Vollkommene Sicherheit kann laut den der Stadt Aachen und der Städteregion nur eine Abschaltung der beiden Kraftwerke in Tihange und Doel bringen. In dem Zusammenhang läuft derzeit eine Klage. 

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