Pokémon und die Polizei

Pikachu

Taubsi, Glumanda oder Pikachu – überall sitzen sie zurzeit. Egal ob auf dem Aachener Marktplatz, in der Apfelstraße in Heinsberg oder an der Burgrode in Herzogenrath. Pokémon sind überall – und sorgen sogar für Polizeieinsätze.

Seit gut einer Woche wird nach dem besten, schönsten, niedlichsten, seltensten Pokémon gesucht. Die Smartphone-App „Pokémon Go“ von Nintendo hat einen regelrechten Hype ausgelöst. In Parks, in Einkaufsstraßen, auf Plätzen, an Seen oder einfach vor der eigenen Hautür, das Smartphone vibriert und der nächste Fang wartet. Schüler haben die perfekte Ferienbeschäftigung gefunden.

Doch das dieser Hype auch für ordentlich Ärger sorgen kann, haben wir erst, wenige Stunden nachdem die App an den Start ging, in Alsdorf gesehen: Zwei Pokémon-Jäger wurden selbst zu Gejagten. Zusammen mit einem Kumpel war ein 27-Jähriger kurz nach Mitternacht am Freitag in einem Garten der Alsdorfer Siedlung Busch unterwegs. „Konspirativ und leise durchsuchten sie den Garten“, sagte später Paul Kemen von der Aachener Polizei. Der Hausbesitzer fand das gar nicht lustig. Er witterte akute Einbruchsgefahr und griff zum Baseballschläger. Die Pokémon-Spieler, völlig überrascht ihrer Spielewelt entrissen, flüchteten daraufhin panikartig aus dem Garten und türmten in verschiedene Richtungen.

Und jetzt kommt der nächste Fall: Die Pokémon-Jagd hat in Übach-Palenberg für einen Einsatz der Polizei gesorgt. Ein Zeuge hatte vor einer Bank einen dunklen Wagen auf- und abfahren sehen. Er vermutete, dass da vielleicht eine Attacke auf die Bank im Gange sein könnte und rief die Polizei. Die hielt das verdächtige Auto kurze Zeit später an. Drin saßen drei Männer mit Smartphones auf der Suche nach Pokémon. Die hätten sich dann ein paar eindringliche Worte anhören müssen, sagt die Polizei.

Der Trend wird wohl erstmal weitergehen. Solange gibt es auch weiter Pokémon-Einsätze für die Polizei.

 

Mehr zum Thema Programm