Ein Tag als 100'5-Sportreporter

Einmal aus der Sicht eines Sportreporters ein Spiel der Alemannia erleben. Für 100'5-Hörer und Alemannia-Fan Marc aus Simmerath wird das am Valentinstag Realität.

Regionalliga West, 23. Spieltag, Alemannia Aachen empfängt Rot Weiss Oberhausen zum Traditionsduell. Marc begleitet 100'5-Sportreporter Tim Gorgels bei seinem Arbeitsalltag.

Los geht's anderthalb Stunden vor dem Spiel. Über den Medieneingang auf der Rückseite des Tivoli geht es zum "Aufwärmen" in den Presseraum. Tivoli-Echo lesen, eine kleine Mahlzeit essen, mit den Kollegen austauschen und nochmal letzte Infos aufschnappen. Und dann bekommt Marc noch die einmalige Gelegenheit den Rasen des Tivoli zu betreten. "Das ist schon der absolute Hammer, hier unten mal reinzukommen", schwärmt Marc, als er durch den Spielertunnel Richtung Spielfeld geht. "Wenn man sich vorstellt, das Stadion ist voll und alle jubeln, ich glaube als Spieler hat man da schon eine gute Endorphinausschüttung." Mit diesen Eindrücken geht es gut 20 Höhenmeter nach oben, die Medientribüne wartet.

Alemannia Fantag

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Dort bekommt Marc die perfekte Sicht auf das Spielfeld geboten. Und die Zeit rennt. Nur noch 15 Minuten bis zum Anpfiff. Aufstellung durchgehen, Technik ist aufgebaut, Infozettel liegt bereit, Mikro in der Hand. Der Puls steigt. Gleich geht es los. Seit 30 Jahren geht Marc zum alten bzw. neuen Tivoli. Bisher war er immer im Fanblock auf der Sitzplatztribüne, jetzt darf er das Spielgeschehen mal für alle Daheimgebliebenen als Co-Reporter mitkommentieren. "Das ist schon aufregend, mal aus dieser Sicht das Spiel zu verfolgen [...] die Alemannia-Hymne läuft, es kann losgehen", sagt Marc kurz vor Anpfiff.

"Ich tippe auf ein 2:1 für die Alemannia", gibt sich Marc hoffnungsvoll. Das 1:0 fällt fast schon nach 11 Minuten für die Schwarz-Gelben. "Da hätte Daniel Engelbrecht vielleicht lieber nach rechts gepasst, da war noch Fabian Graudenz frei", kommentiert Marc die erste Großchance der Alemannia. Daniel Engelbrecht schießt stattdessen Richtung Tor, der Gäste-Keeper kann den Ball abwehren. Kein Tor! Es entwickelt sich ein umkämpftes Spiel. "Die ständige Herausforderung als Sportreporter auf Ballhöhe zu sein, ist schon Wahnsinn," sagt Alemannia-Fan Marc in der Halbzeit. 

Und es wird noch hektischer. Es bleibt lange beim 0:0. In der 68. Minute dann schießt Tobias Mohr sein erstes Profitor für die Alemannia. Aachen 1 Oberhausen 0. In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse. Immer wieder Rudelbildungen, Foulspiele und Unterbrechungen. Bei einer sieht ein Oberhausener die rote Karte. Der Trainer der Gäste steht plötzlich auf dem Platz. Anstrengung pur für die Reporter auf der Tribüne – wer ist der Übeltäter? Warum die rote Karte? Wer hat wen provoziert? Tätlichkeit? Am Ende geht auch diese Phase des Spiels vorbei. Aachen gewinnt nach 90 Minuten mit 1:0. Die Voll-Reportage ist vorbei. 

Alemannia Fantag

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Jetzt wird es auch nochmal oben auf der Tribüne hektisch. Co-Reporter Marc hilft 100'5 Sportreporter Tim Gorgels beim "Kabelsalat". Die Übertragungstechnik muss schnell verstaut werden, es geht 4 Etagen tiefer zur Pressekonferenz bzw. in die Mixed-Zone. Dort angekommen stehen schon die ersten Spieler bereit. Tobias Mohr, Daniel Engelbrecht und Maximilian Rossmann geben Antworten auf den 1:0-Sieg der Alemannia. "Es war ein geiles Gefühl", beschreibt Mohr seinen ersten Treffer als Profi-Spieler. 

Es geht ein langer, intensiver Arbeitstag zu Ende. Als Sportreporter heißt es jetzt: Abschied für heute vom Tivoli nehmen und in der Redaktion den Nachbericht für News und Programm vorbereiten. Und Marc fährt mit vielen Eindrücken Richtung Heimat - Simmerath: "Ich fand es super spannend das Spiel mal so live mitzuerleben, jetzt gehen wir mit einem 1:0 nach Hause." 

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