Blog: Paris, Polizei und Party

BLOG: Tag 1 in Paris. Bei Sonnenschein komme ich am Mittag in der Metropole Paris an. Es geht mit der Metro quer durch die Stadt zum Treffpunkt aller Touristen: Dem Eiffelturm. Überall Trikots: Spanien, Polen, Schweiz, Nordirland, Frankreich, Deutschland,Österreich, Rumänien - von überall sind Fans da! Fehlt nur noch, dass die vielen Sicherheitskräfte Eins überstreifen. 

Zwischen Selfiestangen und illegalen Straßenverkäufern gibt es etliche Fans, die in den Parks oder auf den Treppen am Eiffelturm die Sonne genießen. Und mittendrin die Polizei. Auffällig viele. Rund um den Eifelturm stehen Mannschaftswagen, Pferdestaffeln, große & kleine Polizeiautos und viele freundliche, hilfsbereite Polizisten. Ein Fan fragt nach dem Weg zur Fanmeile, der Nächste, wie er am besten zum Gare du Nord - dem Hauptbahnhof in Paris - kommt und wieder einer möchte einfach nur einen Plausch halten - wahrscheinlich, um sich noch eine Stufe sicherer zu fühlen.

Paris und die Sicherheit

Ich treffe Denise – eine deutsche Bloggerin und Stadtführerin aus Paris. Sie lebt seit 8 Jahren in der Stadt an der Seine. Im 100‘5-Interview verrät sie mir, dass die Pariser nach den Anschlägen vor einem halben Jahr ziemlich schnell wieder zurück in ihren Alltag gefunden haben. Viele Medien im Ausland würden viel mehr Hype um den Terror und die Gefahr machen, als die Französischen. „Ich fühle mich hier sicher“, sagt sie mir zum Abschied. Ein gutes Gefühl, das zu hören. 

Anschließend geht’s zur Fanmeile. Ich treffe die erste typisch deutsche Truppe. Sie kommen aus Geilenkirchen! Auch hier ist das 100‘5-Revier. Kühlbox, deutsche Kapitänsbinde am Arm, Trikot und gut gelaunt begegnen mir die fünf Fans. Sie kommen gerade aus dem Süden Frankreichs, aus Marseille. „Boah, das war schon heftig, was da abging“ – Gemeint sind damit natürlich die brutalen Prügeleien. In Paris ist am Mittwochnachmittag davon weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Rumänen feiern, Schweizer feiern, die EM feiert sich selbst. 

Allez les Bleus und die Last-Minute-Eskalation

Ich renne. Um mich herum: Frankreich-Flaggen, aufgeregte Franzosen und tosender Applaus. Die Fanzone unter dem Eiffelturm kommt immer näher. Frankreich spielt. Wir alle sind spät dran. Die drei Einlasskontrollen haben Zeit gekostet. Kurz nach Anpfiff bin ich mitten im Pulk. Zehntausende Franzosen müssen ab jetzt zittern. Das Spiel ist zäh, L’Equipe müht sich. Das Highligt bleibt lange die wunderschöne Atmosphäre: Der Eiffelturm ist perfekt in Szene gesetzt. Lichtprojektionen im Zusammenspiel mit Stahl und Natur. Wahnsinn! Und in der 90. Minute kommt dazu der ganz normale EM-Wahnsinn. Es ist still, es wird lauter und dann eskaliert die Fanzone, aber so richtig! Seht selbst…

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