Ab 18 Uhr stoppen die Rodungen im Hambacher Forst

Die Rodungen im Hambacher Forst müssen erst mal wieder aufhören – um 18 Uhr.

Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden. Der Grund: Die Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz B.U.N.D hatte gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Köln Beschwerde eingereicht. Bis das Oberverwaltungsgericht darüber entschieden hat, darf RWE keine Bäume mehr fällen.

Den ganzen Tag hatte die Aachener Polizei es nicht einfach mit dem Umweltaktivisten im Hambacher Forst. Die Beamten wurden beschuldigt Pfefferspray gegen die Aktivisten eingesetzt und sie von einer Böschung geschubst zu haben. Aber auch die Beamten selbst werden von den Aktivisten angegriffen. Zum Beispiel werden sie mit Steinen, Bitumenbomen oder mit Christbaumkugeln beworfen, die mit unbekannten Flüssigkeiten gefüllt sind. Außerdem wurden Krähenfüße und ein Nagelbrett ausgelegt, um die Fahrzeuge zu beschädigen. Trotz der Gewalt, appelliert die Aachener Polizei weiterhin an eine friedliche Waldbesetzung. Ihre Aufgabe sei es, die Arbeiter von RWE sowie die rechtlich genehmigte Rodung zu schützen. Eigentlich hat die Polizei mit noch schlimmeren Einsätzen gerechnet, je weiter die Rodung forschreitet. Weil sie jetzt aber gestoppt wird, können die Beamten und Umweltaktivisten erst mal aufatmen. 

 

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