Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Porno-Unternehmer vom Landgericht Aachen schuldig gesprochen

Das Landgericht Aachen hat heute einen Porno-Unternehmer zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Der Verurteilte soll Steuern hinterzogen haben. Er gab zu für die Jahre 2005 bis 2010 keine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben zu haben. Er hat einen vom Finanzamt geschätzten Betrag gezahlt, seine Einkünfte waren aber offenbar Höher. Den enstandenen Steuerschaden summierte das Gericht auf 680.000 Euro. Der Unternehmer war an der Firma "Manwin" beteiligt, die Seiten wie zum Beispiel "YouPorn" betrieben hat. mehr...

Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Im Prozess um den Mord an einem deutschen Touristen in einem bulgarischen Urlaubshotel hat das Aachener Landgericht den Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Richter sprachen den Mann schuldig, den Ehemann seiner Geliebten getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, den Mann aus Eschweiler in dessen Hotelzimmer brutal ermordet zu haben. Als Motiv ging sie von Habgier aus. Der Angeklagte hatte die Tat bestritten. mehr...

Drei Kinder aus Fenster geworfen - Frau aus Krefeld muss in Psychiatrie

Weil sie ihre drei schlafenden Kinder aus dem Fenster geworfen hat, muss eine Frau aus Krefeld dauerhaft in die Psychiatrie. Das hat das Krefelder Landgericht angeordnet.

Weil sie schwer psychisch krank ist, war sie nach Einschätzung eines Gutachters nicht schuldfähig bei der Tat. Die Kinder hatten den Sturz aus dem zweiten Stock mit lebensgefährlichen Verletzungen überlebt. mehr...

Drei Jahre Haft nach Fan-Attacke

Ein Borussia-Fan, der einen anderen Fan im Stadion lebensgefährlich verletzt hatte, ist vor dem Mönchengladbacher Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden - wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Gefängnis wegen versuchten Totschlags für den ehemaligen Vorsänger einer Ultra-Gruppierung gefordert. Dass er vorsätzlich gegen den Kopf des Opfers getreten hatte, konnte das Landgericht aber nicht feststellen. Zu der folgenschweren Attacke war es wegen einer Nichtigkeit gekommen, es ging um verschüttetes Bier. mehr...

Banküberfall-Prozess endet mit Freispruch

Im Prozess um einen Überfall auf eine Bankfiliale in Aachen ist eine Niederländerin heute freigesprochen worden.

Der Frau war vorgeworfen worden, im Sommer 2013 eine Bank überfallen und dabei mehr als 40.000 Euro erbeutet zu haben. Wie ein Landgerichtssprecher sagte, gab es keine ausreichenden Beweise für ihre Beteiligung. Eine DNA-Spur auf einer Waffe in der Bank hatte auf sie hingedeutet. Die Waffe war aber erst einige Tage nach dem Überfall gefunden worden - und wie sie dort hingekommen ist, ist fraglich. Auch weitere Zweifel führten dazu, dass die 29-Jährige freigesprochen und der Haftbefehl gegen sie aufgehoben wurde. mehr...

Betrugsprozess war schnell vorbei

Vor dem Landgericht Aachen ist ein Betrugsprozess nach nur einem Tag zu Ende gegangen.

Es ging in dem Verfahren um eine Schadenssumme von knapp 30 Millionen Euro. Drei frühere Mitarbeiter einer inzwischen insolventen Firma aus Düren wurden zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Das Gericht sah die Hauptschuld beim inzwischen verstorbenen Firmen-Eigner. Der habe seine Angestellten angewiesen, Bilanzen zu fälschen, um an Bankkredite zu kommen. mehr...

Urteil zu Wiesencamp am Hambacher Forst

Der Kreis Düren darf gegen das Wiesencamp von Braunkohlegegnern am Hambacher Forst vorgehen.

Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster heute entschieden. Die Zelte, Bauwagen und Hütten stehen auf einem privaten Grundstück. Der Kreis hatte dem Eigentümer als Bauaufsicht gesagt, dass das Camp beseitigt werden soll. Das war rechtens, sagt das Gericht. Der Wiesenbesitzer hatte argumentiert, das verletze die Versammlungsfreiheit. Das sah das Oberverwaltungsgericht aber anders. Das Camp sei nicht Teil einer Versammlung, sondern werde nur von den Aktivisten als Unterkunft und Basislager für Protestaktionen genutzt.

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Entschädigung nach Polizeieinsatz?

Vor dem Landgericht Mönchengladbach könnte heute die Entscheidung in einem nicht alltäglichen Streit fallen.

Ein Tankstellenräuber hatte gegen das Land geklagt und Schmerzensgeld verlangt, weil er bei einem Überfall von Polizeikugeln getroffen worden war. Dabei hatte er einen Hoden verloren. Der Kläger argumentiert, er sei schon auf der Flucht gewesen, der Schusswaffengebrauch sei deswegen als unverhältnismäßig zu bewerten. Der Richter hat einen Vergleich vorgeschlagen - das Land soll 2.500 Euro Schmerzengseld zahlen. Heute soll sich zeigen, ob es zu dem Vergleich kommt. mehr...

Mehrere Jahre Haft nach Messer-Attacke auf Türsteher vor Disko in Würselen

Das Aachener Landgericht hat zwei Brüder verurteilt, weil sie einen Türsteher angegriffen haben. Der Haupttäter muss für 3 Jahre und 7 Monate ins Gefängnis.

Die beiden waren wegen einer Lapalie aus der Diskothek Berk's in Würseln geflogen. Dann sollen sie den Türsteher mit einem Messer bedroht haben. Einer der beiden stach wirklich zu und verletzte den Mann dabei schwer am Hals. mehr...

Baugenehmigung für Musikbunker gekippt

Der Aachener Musikbunker darf erst mal nicht weiter ausgebaut werden.

Das hat jetzt das Aachener Verwaltungsgericht entschieden. Das Gericht bestätige die Klage einer Anwohnerin, die sich gegen eine schon erteilte Baugenehmigung für Platz für bis zu 400 Besucher gewehrt hatte. Die Stadt Aachen und der Musikbunker e.V. können gegen das Urteil Berufung einlegen. mehr...