Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Frithjof Kraemer ab heute in Aachen vor Gericht

Der ehemalige Alemannia-Manager Frithjof Kraemer steht ab heute vor dem Aachener Landgericht.

Vorgeworfen werden ihm unter anderem Insolvenzverschleppung, Betrug in besonders schwerem Fall und vierzig Mal Untreue - das alles aus der Zeit der ersten Insolvenz der Alemannia im Jahr 2012.

Laut Anklage habe er im Jahr 2012 trotz Zahlungsunfähigkeit keine Insolvenz angemeldet. So sei im April eindeutig erkennbar gewesen, dass der Club zahlungsunfähig war. Mit einem Umfinanzierungskonzept war er anschließend gescheitert. Erst im November 2012 sei schließlich Insolvenz angemeldet worden – laut Staatsanwaltschaft zu spät. Am Ende sei es zu einem Schaden mit mehr...

Urteil im Pax-Bank-Prozess

Nach dem spektakulären Überfall auf die Pax-Bank in Aachen 2014 hat das Landgericht eine Frau zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der mit mitangeklagte Mann wurde freigesprochen, weil letztlich nicht nachgewiesen werden konnte, ob er an dem Überfall beteiligt war. Laut Gericht habe die verurteilte Frau Angestellte der Bank gefessellt und mehr als 400.000 Euro erbeutet. Sie wurde wegen erpresserischen Menschenraubes und schweren Raubes verurteilt.

Der Überfall sorgte damals für Aufsehen. Zuerst wurden morgens die Reinigungskräfte überwältigt - die Täter kamen mit deren Schlüssel in die Bank. Dann wurden die Bankangestellten abgefangen und gezwungen mehr...

Eskalierter Streit endet vor Gericht

Vor dem Landgericht Aachen geht es vom heutigen Freitag an um einen Streit zwischen zwei Männern, der am Schluss blutig eskalierte.

Mitte Januar soll ein 36-Jähriger den anderen Mann nach einem Wortgefecht mit einer Metallstange angegriffen haben. Sein Gegenüber war mit einem Hammer bewaffnet. Beide verletzten sich. Der 36-Jährige sitzt wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung nun auf der Anklagebank. mehr...

Urteil nach Raubzug durch die Innenstadt

Für eine Serie von Raubüberfällen innerhalb kurzer Zeit in der Aachener Innenstadt muss ein junger Mann für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Unter anderem wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung wurde er heute vor dem Landgericht Aachen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Januar betrunken und mit einem Messer bewaffnet durch die Stadt gezogen ist. Vier Personen hatte er laut Anklage angesprochen, beraubt und zwei von ihnen auch verletzt. mehr...

Streit um "Knöllchen" vor Gericht

Ein Knöllchen, ein Streit, der eskaliert - und acht verletzte Polizisten.

Darum geht es von Freitagmorgen an vor dem Landgericht Aachen. Angeklagt sind ein Mann und zwei seiner Söhne aus Düren – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Der 47-jährige Vater soll im November einen städtischen Mitarbeiter bedroht haben, als dieser ein Knöllchen schrieb. „Das ist meine Straße und da schreibst Du keine Knöllchen“, soll der Mann sinngemäß gesagt haben. Mehrere Mitglieder der Familie sollen dann die Polizei, die zur Verstärkung eingetroffen war, angegriffen und acht Beamte verletzt haben. Ein Sohn hat laut Anklage einem mehr...

Lebenslange Haft für brutalen Überfall

Nach dem brutalen Überfall auf ein Juwelierehepaar aus Düren ist ein Mann aus Baesweiler vor dem Aachener Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Er war wegen versuchten Mordes angeklagt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er das Paar vor sieben Jahren in ihrem Wohn- und Geschäftshaus überfallen, misshandelt und beraubt hat. Daran war wohl mindestens ein unbekannter Mittäter beteiligt. Die Frau liegt bis heute im Wachkoma. mehr...

Haftstrafen für sieben Sportplatz-Schläger

Nach dem Überfall auf ein Fußballspiel in Jülich sind vor dem Aachener Landgericht sieben der Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt worden.

Drei Angeklagte erhielten wegen gefährlicher Körperverletzung Haftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten, sagte Gerichtssprecher Daniel Kurth. Bei vier Weiteren wurden die Haftstrafen zur Bewährung ausgesetzt. Ein Angeklagter wurde von den Richtern freigesprochen. Die Verteidiger hatten in dem Prozess durchgängig Bewährungsstrafen gefordert. Die Männer mit türkischen Wurzeln hatten laut Anklage im vergangenen November die Ehrverletzung eines Freundes rächen wollen. Bei der Attacke hatten sie es demnach auf einen mehr...

Besetzung des Tagebaus Garzweiler laut Urteil kein Hausfriedensbruch

Der Sturm des Tagebaus Garzweiler von Umwelt-Aktivisten im Sommer 2015 war nach einem Urteil kein Hausfriedensbruch.

Das Amtsgericht Erkelenz sprach vier Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei. Das Gericht stellte fest, dass das Gelände nicht von allen Seiten von einem Erdwall umschlossen, sondern zu einer Seite geöffnet war. Deshalb sei es kein befriedetes Besitztum und das Handeln der Besetzer damit auch kein Hausfriedensbruch, begründete der Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. mehr...

Haftstrafe nach Brandanschlag in Puffendorf

Wegen des Brandanschlags auf eine Feuerwache in Baesweiler-Puffendorf vor einem Jahr ist ein Monteur aus Sachsen-Anhalt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Er wurde am Aachener Landgericht unter anderem der schweren Brandstiftung und schweren Körperverletzung schuldig gesprochen. Weil sich zwei Feuerwehrleute nur mit Glück aus dem brennenden Gebäude retten konnten, war der Mann auch wegen versuchten Mordes angeklagt. Von diesem Vorwurf sprach das Gericht ihn aber frei. Noch im Saal erging ein neuer Haftbefehl gegen ihn – wegen zwei weiterer Brandstiftungen in Sachsen-Anhalt.

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Betrugsprozess um kuriose Maschen und Tricks

Mit einer kuriosen Betrugsmasche beschäftigt sich ab heute das Landgericht Aachen. Die Opfer sind Frauen und Männer, die Immobilien inseriert hatten.

Die Angeklagten sollen sie angeschrieben und sich als amerikanische Soldaten ausgegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft behaupteten sie, viel Geld in Afghanistan hinterlegt zu haben. Um das nach Deutschland zu holen, benötigten sie finanzielle Hilfe. Mehrere Leute zahlten, um an dem angeblich hohen Betrag beteiligt zu werden. Dafür erhielten sie einen Tresor mit Papierstücken in Geldscheingröße - angeblich entfärbte Banknoten, die man mit einem speziellen Spray wieder in echtes Geld verwandeln könnte. Dafür mussten mehr...