Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Fünf Jahre Haft im Prozess um Tod von Ehefrau

Vor dem Landgericht Aachen ist heute Vormittag das Urteil im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau gefallen.

Ein 74-Jähriger aus Aachen soll laut Anklage seine völlig betrunkene Frau so schwer misshandelt haben, dass sie an den Verletzungen starb. Er wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu 5 Jahren Haft verurteilt. Dem Gericht zufolge konnte nicht sicher bewiesen werden, dass der Mann vorhatte, seine Frau zu töten. Die Tat wurde deshalb nicht mehr als Totschlag bewertet. mehr...

Fünfeinhalb Jahre Haft für Sven Lau

Islamistenführer Sven Lau ist als Terrorhelfer zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den ehemaligen Feuerwehrmann aus Mönchengladbach der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig. Lau habe die islamistische Terrormiliz Jamwa unterstützt. Die Bundesanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte einen Freispruch beantragt.

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Monschauer darf keine Tiere mehr halten

Die Städteregion Aachen hat einem Tierhalter aus Monschau zu Recht verboten, Tiere zu haben. Das Verwaltungsgericht Aachen hat eine Klage des Halters dagegen abgewiesen.

Auf seinem Grundstück in Monschau hatte er rund 80 Tiere gehalten. Die Städteregion stellte 2016 bei ihm Verstöße gegen den Tierschutz fest. Er musste die Pferde, Schafe, Kühe und andere Tiere abgeben und darf auch keine weiteren mehr halten. Die Entscheidung war richtig, so das Gericht. Die Tiere seien verwahrlost, unterernährt und schlecht untergebracht gewesen. Gegen das Urteil kann der Mann noch in Berufung gehen, dann muss sich das Oberverwaltungsgericht in Münster damit befassen. mehr...

Schausteller-Klage endgültig gescheitert

Die Betreiber der Kirmesfahrgeschäfte "Wilde Maus“ und „Breakdance No. 1" sind auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster mit ihrem Antrag auf nachträgliche Zulassung zur Dürener Annakirmes gescheitert.

Die Beschwerden gegen die Eilbeschlüsse des Verwaltungsgerichts Aachen wurden zurückgewiesen. Der Beschluss des OVG ist unanfechtbar. Die beiden Schausteller hatten die Stadt Düren verklagt, weil sie ihre Fahrgeschäfte nicht auf der Annakirmes aufbauen durften. mehr...

Geldstrafe für Vogelfänger

Wegen Tierquälerei und illegalen Vogelfangs muss ein Rentner aus Düren-Niederau 4.000 Euro Strafe zahlen.

Außerdem darf er auf seinem Grundstück keine Vögel mehr halten. Dort hatte die Polizei im vergangenen November mehr als 20 Fanggeräte sichergestellt und über 30 einheimische Singvögel beschlagnahmt. Außerdem retteten die Beamten zwei Greifvögel, die in völlig verdreckten Drahtkäfigen gehalten wurden. Im Prozess vor dem Aachener Amtsgericht behauptete der Rentner, er habe einige der Vögel selbst gezüchtet. Das konnte ein Gutachter aber widerlegen.

(Foto: Komitee gegen den Vogelmord e.V.) mehr...

Annakirmes kann wie geplant aufgebaut werden, Eilanträge von Schaustellern zurückgewiesen

Die Dürener Annakirmes kann wie geplant aufgebaut werden.

Das Aachener Verwaltungsgericht hat die Eilanträge von 8 Schaustellern zurückgewiesen, die nicht zugelassen wurden und dagegen geklagt haben. Es urteilte aber nicht darüber, ob sie zu Recht von der Kirmes ausgeschlossen wurden. Das könnte ein normaler Prozess klären, in dem es auch um einen möglichen Schadensersatz für die Schausteller gehen würde. Obwohl die Stadt Düren mit dem aktuellen Urteil Recht bekommen hat, muss sie die Kosten des Verfahrens tragen. Denn sie sei Schuld daran, dass das Auswahlverfahren so intransparent ist, so das Gericht. mehr...

Freispruch für JVA-Beamte bestätigt

Eineinhalb Jahre nach der Flucht eines Straftäters während eines Brauhaus-Besuchs in Köln bleibt es bei den Freisprüchen für zwei JVA-Beamte.

Gestern hat sich das Landgericht Köln noch einmal in einem Berufungsprozess mit dem Fall beschäftigt. Nach der Verhandlung stand für das Landgericht fest, dass sich die beiden Beamten der JVA Aachen damals nicht strafbar gemacht haben. Sie hatten den Straftäter bei einem seiner Ausgänge in dem Brauhaus alleine zur Toilette gehen lassen. Der Mann nutzte die Gelegenheit und flüchtete – erst drei Tage später wurde er wieder gefasst. mehr...

Wegen Totschlags und schwerer Brandstiftung: Mann aus Wegberg zu 13 Jahren Haft verurteilt

Ein Mann aus Wegberg-Kipshoven muss für 13 Jahre ins Gefängnis.

Er soll im vergangenen November seine Lebensgefährtin in ihrer Wohnung in Wegberg mit einem Messer getötet haben. Das hatte der Mann vor Gericht auch gestanden. Nach der Tat soll er in dem Haus dann auch noch ein Feuer gelegt haben - wohl um das Verbrechen zu vertuschen. mehr...

Lebenslange Haft wegen Sexualmordes

Nach dem Mord an seiner Freundin ist ein Mann vor dem Landgericht Mönchengladbach zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann sich im vergangenen November an der völlig betrunkenen Frau vergangen und sie dabei so schwer verletzt hatte, dass sie starb. Die Richter werteten die Tat als Mord. Das Motiv des Mannes sei seine eigene Lustbefriedigung gewesen. Die Kammer folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer lebenslangen Haftstrafe. mehr...

Wegberger hatte Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht: 9 Jahre Haft

Vor dem Landgericht Mönchengladbach ist ein Mann aus Wegberg zu neun Jahren Haft verurteilt worden, der als Dealer unter anderem die Rockergruppe Hells Angels mit Drogen beliefert haben soll.

Es ging dabei vor allem um Amphetamine, die der Mann in Kerkrade gekauft und dann nach Deutschland geschmuggelt hatte. Ein mitangeklagter Komplize aus Mönchengladbach muss für vier Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Beide hatten die Taten vor Gericht gestanden. mehr...