Gerichtsprozesse

Aktuelle Fälle aus dem 100'5-Revier, die am Gericht verhandelt werden.

Protest zu Unrecht untersagt

Die Polizei durfte eine Demo von Antikriegs-Aktivisten beim Karlspreis im letzten Jahr nicht verbieten. Das hat das Verwaltungsgericht Aachen entschieden.

Das Aachener Antikriegsbündnis hatte damals versucht mit Schildern und Plakaten gegen den politischen Umgang mit Russland und TTIP zu protestieren. Die Polizei hatte das aber verboten. Zu Unrecht, sagte gestern der Richter am Verwaltungsgericht.

Das Gericht entschied, eine Gefahr durch die Schilder habe es nicht gegeben. Vielmehr sei die Meininungsfreiheit eingeschränkt worden. mehr...

Schlagersänger Nic auf der Anklagebank

Vor dem Landgericht Aachen muss sich ab heute der Schlagersänger Nic verantworten.

Ihm wird sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Körperverletzung vorgeworfen. Die Aachener Staatsanwaltschaft hat gegen den Alsdorfer Schlagersänger Anklage erhoben. Er soll offenbar drei Ex-Freundinnen vergewaltigt, genötigt und misshandelt haben. Der Sänger weist die Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehr als 2 Jahre Haft. Nic wurde mit dem Lied "Ein Stern 2005" bekannt. Damals erreichte er den 9. Platz in den Charts. Der Prozess soll morgen fortgesetzt werden. mehr...

Mann muss nach "Koffermord" für mehr als 7 Jahre in Haft

Im Prozess vor dem Landgericht Aachen um eine Leiche in einem Koffer hat das Gericht einen 54-Jährigen wegen Totschlags zu 7 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.

Der Mann hatte gestanden, seine Ehefrau nach einem Streit getötet und anschließend in einem Koffer in die Maas geworfen zu haben. Dafür war er mit einem Taxi von Aachen nach Maastricht gefahren. Auslöser für die Tat soll ein Streit im Haushalt gewesen sein, sagt Gerichtssprecher Daniel Kurth. Die Staatsanwaltschaft hatte eine deutliche höhere Gefängnisstrafe von 12 Jahren gefordert. Strafmildernd kam dem Verurteilten zu gute, dass die Tat spontan passierte. Zudem legte er ein Geständnis ab, so Kurth mehr...

Mutmaßlicher Syrien-Rückkehrer vor Gericht

Weil er in Syrien gekämpft haben soll, muss sich ein Mönchengladbacher ab heute in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Der 31-Jährige soll schon im Sommer 2014 nach Syrien ausgereist und etwa drei Monate später zurückgekommen sein. Der Mann soll sich im Umfeld des Islamisten Sven Lau bewegt und mit der Terrormiliz Islamischer Staat sympathisiert haben. Ihm wird vorgeworfen, an Kampfhandlungen in Syrien teilgenommen zu haben.

Welcher Gruppe er sich dort angeschlossen haben könnte, konnten die Ermittler aber bisher nicht herausfinden. Vorgeworfen wird dem Deutschen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Syrien. mehr...

Übergriffe auf Asylbewerber in Wassenberg vor Gericht

Wegen mehrerer Übergriffe auf Asylbewerber in Wassenberg stehen ab heute sechs Männer vor dem Jugendschöffengericht in Heinsberg.

Vorgeworfen wird ihnen unter anderem schwere Körperverletzung und Volksverhetzung. Ausgegangen wird von einem rechtsradikalen Hintergrund.

Fünf junge Männer sind die Hauptangeklagten, außerdem ist der Vater eines Mannes aus der Gruppe mit angeklagt. Es geht um mehrere Taten - aber in der Hauptsache um einen Übergriff am Busbahnhof im Januar 2015. Dort sollen die fünf Angeklagten drei Asylbewerber angegriffen haben. Wie ein Sprecher des Landgerichts sagte, wurde einer der Angegriffenen bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und mehr...

Urteile im Aachener Zalando-Prozess

Im Aachener Zalando-Prozess sind heute Vormittag die Urteile gefallen. Alle Angeklagten wurden schuldig gesprochen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Betrügerbande bei dem Modehändler immer wieder Kleidung und Schuhe im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro bestellt hat, ohne zu bezahlen.

Die Angeklagten wurden deshalb unter anderem wegen Computerbetrugs und Betrugs verurteilt. Eine der beiden Haupttäterinnen muss für drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis, die andere für zwei Jahre und sechs Monate. Drei weitere Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen zwischen vier Monaten und einem Jahr und neun Monaten.

Eine sechste Angeklagte mehr...

Schlüpfrige Fotos als Druckmittel

Immer wieder warnt die Polizei davor, im Internet allzu sorglos mit der eigenen Privatsphäre umzugehen. Denn das kann böse ausgenutzt werden. Mit so einer Masche beschäftigt sich ab heute das Aachener Landgericht.

Angeklagt ist ein 25-jähriger Mann aus Düren. Er soll sich zwischen Juni 2013 und Oktober 2014 immer wieder im Internet als Frau ausgegeben und mindestens 17 Männer dazu gebracht haben, sich vor der Kamera auszuziehen. Davon soll er Aufnahmen gemacht und gedroht haben, die Videos und Fotos bei Facebook zu veröffentlichen, wenn ihm die Opfer keine Amazon-Gutscheine geben.

Auf diese Weise soll er insgesamt rund 4.500 Euro erbeutet haben. Die mehr...

Bewährungsstrafen im Selfie-Prozess

Im sogenannten Selfie-Prozess hat das Aachener Amtsgericht die Urteile verkündet: 3 Angeklagte wurden zu Geld-, sowie Freiheitsstrafen - in Höhe von 6 bis 8 Monaten - auf Bewährung verurteilt.

2 weitere Angeklagte müssen Geldstrafen in Höhe von mehreren tausend Euro zahlen, die sich an gemeinnützige Organisationen richten. Das Gericht begründete die Strafen damit, dass es sich bei den Opfern um hilflose, kranke Menschen handelte und die Tat ein Vertrauensbruch darstellte. Zudem seien die Taten ein Imageschaden für das Klinikum gewesen. Die 4 Männer und 1 Frau entschuldigen sich im Rahmen des Prozesses bei deren Opfer.

Im Herbst 2014 hatten Pfleger an mehr...

Streit um Altkleidercontainer in Aachen geht vor Gericht

Das Deutsche Rote Kreuz will den Streit um die Altkleidercontainer in und mit der Stadt Aachen vor Gericht bringen.

Mit einer einstweiligen Verfügung will das DRK verhindern, dass es zum Jahresanfang seine Sammelcontainer abbauen muss. In einem Losverfahren hatte ein anderer Anbieter von der Stadt den Zuschlag bekommen, ab 2016 seine Container an rund 100 öffentlichen Standorten aufzubauen.

Das Deutsche Rote Kreuz müsste seine Container nun eigentlich abbauen. Dagegen will es jetzt aber klagen und das Losverfahren noch einmal vom Oberverwaltungsgericht in Münster prüfen lassen. Oberbürgermeister Marcel Philipp erklärte, die Stadt sei an das geltende mehr...

Prozess um Überfall auf Aachener Juwelier hat begonnen

Fast zwei Jahre nach dem filmreifen Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Aachener Innenstadt muss sich ab heute einer der Täter vor dem Landgericht verantworten.

Der Raubüberfall am Holzgraben ereignete sich im Februar 2014 und war äußerst professionell geplant. Mit zwei Autos, die schon lange davor in Düsseldorf und Bonn gestohlen worden waren, fuhren die Täter vor dem Geschäft vor. Mit einem der Wagen versperrten sie die Zufahrt, dann stürmten mehrere bewaffnete und maskierte Männer in den Laden. Ohne ein Wort zu sagen bedrohnten sie Kunden und Angestellte, zerschlugen Vitrinen und nahmen unter anderem wertvolle Uhren mit.

Gerade einmal drei mehr...