Diskussion um Aufsichtspflicht nach Angriff auf Schüler

Nach dem brutalen Angriff auf einen 12-Jährigen in Euskirchen ist eine Debatte um die Aufsichtspflicht entbrannt.

Der Junge war am vergangenen Donnerstag vermutlich von einem Mitschüler lebensgefährlich verletzt worden. Inzwischen liegt er im künstlichen Koma. Die Tat ereignete sich auf dem Gelände der Euskirchener Gesamtschule. Trotzdem sieht die zuständige Bezirksregierung Köln keine Hinweise darauf, dass die Schule ihre Aufsichtspflicht verletzt habe. Diese bedeute nicht, dass Lehrer jeden Winkel im Blick haben müssten, so eine Sprecherin.

Anders sieht das der Elternverein NRW. Dessen Vorsitzende, Regine Schwarzhoff, sagte, die Schulleitung müsse die Zahl der Aufsichten davon abhängig machen, wie übersichtlich das Schulgeände sei. Grundsätzlich sei aber eine erschreckende Verrohung unter Schülern festzustellen.

Die Ereignisse scheinen ihr Recht zu geben: Heute Morgen wurde ein 12-Jähriger, der auf dieselbe Gesamtschule geht, von einem unbekannten Jungen mit einem Messer bedroht.

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