Uniklinik: kein Bezug von Studie zu Dieselskandal, keine Grenzwerte überschritten

Nach Berichten über angebliche Abgasversuche mit Menschen an der Uniklinik in Aachen hat die Klinik jetzt Stellung genommen. Es gab eine Studie, dabei handelte es sich aber nicht um Abgastests und einen Zusammenhang zum Dieselskandal gab es auch nicht, heißt es darin.  

Die Studie sei 2013 und 2014 durchgeführt worden, also lange bevor etwas von einem Dieselskandal bekannt geworden ist. Außerdem ging es nicht um Dieselbelastung, sondern darum, wie Menschen reagieren, die am Arbeitsplatz Stickstoffdioxid ausgesetzt sind – und zwar unterhalb des zulässigen Grenzwerts. Die Ergebnisse sollten helfen, Arbeitsplätze sicherer zu machen. Die Menschen seien nur geringen Belastungen mit dem Stoff ausgesetzt gewesen, deutlich geringer, als es an vielen Arbeitsplätzen in Deutschland der Fall ist. Niemand sei dabei zu Schaden gekommen.  Auch mit Affenversuchen in den USA, über die die New York Times berichtet hatte, habe diese Studie rein gar nichts zu tun. 

Die Studie wurde demnach gefördert von der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor. Das ist eine Initiative, die unter anderem von VW, Daimler und BMW gegründet wurde und die auch die Abgastests an Affen in den USA in Auftrag gegeben haben soll. 

Die RWTH Aachen hat mittlerweile ein Video veröffentlicht, in dem der Leiter der Studie ausführlich Stellung nimmt.

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