Borussia erwartet Hamburger Star-Ensemble
Patrick Herrmann zeigte gegen Köln eine überzeugende Leistung und darf auf weitere Einsätze hoffen.
Mit dem nötigen Respekt, aber ohne Angst, empfängt die Borussia den Hamburger SV am Sonntag abend. Michael Bradley wird vor fast ausverkauftem Haus gleich doppelt ausfallen – eine Gelbsperre und ein Nasenbeinbruch verhindern den US-Amerikaner. Was die mögliche Aufstellung angeht, lässt Michael Frontzeck sich diesmal nicht in die Karten schauen.
Knapp fünf Monate ist es her, dass die Borussia das Hinspiel in Hamburg gewinnen konnte. Dieser Sieg bescherte der Borussia mehr, als nur die handelsüblichen drei Punkte. Der Auswärtserfolg an der Elbe war eine Art „Turn-around“ in dieser Saison. „Das war ein sehr enges Spiel. Meine Mannschaft hat tolle Moral und gute Nerven gezeigt“, erinnert sich Frontzeck an ein mitreißendes Auswärtsspiel. Vor dem Rückspiel gegen den HSV ist Situation nicht die gleiche wie im Herbst, aber eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich hinein interpretieren. Die Borussia blieb zuletzt fünf mal ohne Sieg. Auch diesmal geht die Borussia als Außenseiter in die Partie, totzdem ist Michael Frontzeck optimistisch: „Wenn wir mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen, haben wir gegen jeden Gegner eine Chance. Es liegt in erster Linie ans uns.“
Keine Hinweise auf die mögliche Aufstellung
Letzte Woche wollte Michael Frontzeck den Gegner mit einer Personalie überraschen. Allerdings ist den Journalisten rund um den Borussia-Park nicht entgangen, dass Patrick Herrmann auffällig oft im Kreise der vermeintlichen A-Elf trainierte. Durch die Berichterstattung verpuffte der Überraschungseffekt. „Zur Mannschaft werde ich nichts sagen, die Aufstellung stand ja letzte Woche eins zu eins in allen Zeitungen“, zeigte sich Frontzeck konsequent. Eine von „mehreren Optionen“ ist sicherlich die erneute Berufung von Patrick Herrmann für die Startelf. „Patrick hat in Köln ein gutes Spiel gemacht und der Mannschaft richtig geholfen“, unterstrich Frontzeck das Lob für seinen Schützling. Fest steht nur, dass Michael Bradley sicherlich nicht mit von der Partie sein wird. Die fünfte gelbe Karte und ein Nasenbeinbruch verhindern einen Einsatz. Für ihn wird aller Voraussicht nach Marcel Meeuwis in die Startelf rücken.
Hamburger Star-Ensemble sorgte für Respekt
Mit Ruud van Nistelrooy hat der HSV einen echten Weltstar in die Bundesliga geholt. Der 33-jährige Niederländer hat in seinen wenigen Einsätzen schon mehrfach seinen unnachahmlichen Torinstinkt unter Beweis gestellt. „Van Nistelrooy hat eine herausragende Qualität, wie kaum ein anderer im Strafraum“, zollt Frontzeck größten Respekt. „Ich freue mich immer wenn ich ihn im Fernsehen sehe. Ob ich mich am Samstag auch freue, darüber können wir nach dem Spiel reden“, so der 45-jährige. Aber der HSV besteht nicht nur aus van Nistelrooy. Mit Petric, Jansen, Guerrero und Trochowski haben die Hanseaten viele weitere ausgezeichnete Offensivspieler.
Frontzeck hat kein Verständnis für die Kritik an Arango
Obwohl Michael Frontzeck beim Pressegespräch alles in allem einen lockeren Eindruck machte, wurde er bei einem Thema sehr ernst. Dem Trainer passte es überhaupt nicht, dass Juan Arango nach seinem Auftritt in Köln ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war. In Internetforen oder Leserbriefen gingen Borussia-Anhänger sehr hart mit Arango ins Gericht. „Arango hat ligaweit die viert meisten Torschussvorlagen abgegeben, dazu hinter Dzeko und Kuranyi die dritt meisten Torschüsse“, zeigt Frontzeck kein Verständnis für die Kritik am Venezolaner. „Wenn jemand die fußballerischen Fähigkeiten von Arango gepaart mit der Laufbereitschaft eines Tobias Levels besitzt, dann kann er zu Real oder Barcelona gehen. So einen Spieler können wir uns nicht leisten“, nimmt der Trainer seinen nicht so laufstarken Techniker in Schutz. Gegen den HSV darf Arango gerne wieder seine Leistung aus dem Hinspiel wiederholen. Damals war mit zwei Assists maßgeblich am Erfolg beteiligt.



Kommentare
30. März 2010 - 1:42
Die Borussia kann richtig
Die Borussia kann richtig stolz auf ihre Nachwuchsarbeit sein. Mit Marcell Jansen und Marco Marin wurden zwei potentielle WM-Fahrer in Gladbach ausgebildet. Patrick Herrmann und Fabian Bäcker sind auch große Talente, die sicherlich noch für viel Furore sorgen werden.
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